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Wohnlagen in München.

Immobilien in München

Der Markt im Überblick

Erstmalig wohnen in München mehr als 1,5 Millionen Menschen. Die Frage ist nur: Wo? Denn der Neubau kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten. Das treibt die Preise. Die 6.000-Euro-Marke für einigermaßen gute Lagen ist schon überschritten. Trotzdem: Eine Immobilienblase ist nicht in Sicht.

Preis-Irrsinn?

In Bogenhausen südlich vom Herkommerplatz und unweit der Ismaninger Straße werden für einen Neubau aktuell 14.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aufgerufen. „Preis-Irrsinn“ titelten daraufhin die Kollegen vom Boulevard prompt. Und vom „unbezahlbarem“ München sprechen sogar Autoren renommierter Wirtschaftsmagazine. Aber wie schlimm ist die Lage wirklich? Droht in und um München eine Immobilienblase? Kurze Antwort vorneweg: Nein. Der Markt ist zwar in vielen Teilbereichen überhitzt, aber im Gesamten stabil.

Münchner Mischung 

Entscheidend für den Münchner Immobilienmarkt ist die oft beschworene „Münchner Mischung“. Sie soll der Gentrifizierung, also der Bildung von Reichen- oder Armen-Ghettos, vorbeugen. Und das funktioniert bisher noch ganz gut. Beispiel Lilienstraße, unweit vom Deutschen Museum: Hier entstanden jüngst Wohnungen für Millionäre mit Lastenaufzug in die Tiefgarage für die entsprechenden Luxuskarossen, gleich gegenüber liegt ein Areal des sozialen Wohnungsbaus, das zeitgleich saniert wurde. Die einen schätzen die Nähe zu Oper und Philharmonie, die anderen zum Discounter um die Ecke.

Solche Ecken gibt es noch viele in der Stadt und deshalb sollte man sich nicht von klingenden Namen wie Nymphenburg blenden lassen. Zum Stadtbezirk gehören eben nicht nur die exorbitant teuren Villen am Schlosskanal sondern auch günstige Mietwohnungen rund um den Rotkreuzplatz. Das Preisgefälle sowohl auf dem Miet- wie auch Kaufmarkt ist selbst innerhalb der als nobel geltenden Viertel teilweise enorm und hängt oft auch von der Mikrolage oder der Lage im Gebäude ab. Es sollte sich daher niemand entmutigen lassen.

Stadt & Land 

Durchschnittsmieten nach Stadtbezirk (zum Vergrößern klicken).

Es gibt einen Trend sowohl für den urbanen Lebensstil in der Stadt – am besten gleich in die Innenstadt – als auch den Trend hinaus ins Häuschen im Umland mit S-Bahn-Anbindung. In die City zieht es eher gesetzte ältere Semester, an den günstigeren Stadtrand und darüber hinaus eher jüngere Familien mit Platzbedarf. Inzwischen gibt es schon eine Arbeitsgemeinschaft der Umlandgemeinden mit der Landeshauptstadt, um das Zuzugs„problem“ der Region zu lösen. Die Rechnung ist einfach: Die Großstadt stößt baugrundtechnisch an ihre Grenzen, kleinere S-Bahn-Gemeinden ist am Erhalt einer familienfreundlichen Infrastruktur gelegen. Dazu müssen sie wachsen, wenn Kindergarten, Grundschule und Supermarkt erhalten werden sollen. Denn sind diese Angebote mangels Nachfrage erst einmal fort, kommen sie so schnell nicht wieder. Beispiel Weichs im Kreis Dachau, drei Kilometer von der S 2 entfernt: Hier werden gerade 70 Bauplätze für hauptsächlich Einfamilienhäuser ausgewiesen. Der Preis für ein familientaugliches Domizil liegt unter der Hälfte für eine vergleichbare Immobilie im Stadtgebiet.

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