Auch viel Lichttechnik wird inzwischen fest verbaut. Foto: ArGe Medien im ZVEH/dpa-tmn
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Auch viel Lichttechnik wird inzwischen fest verbaut. Foto: ArGe Medien im ZVEH/dpa-tmn
In vielen Häusern gibt es zu wenig Steckdosen. Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen lösen das Problem nicht auf Dauer. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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In vielen Häusern gibt es zu wenig Steckdosen. Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen lösen das Problem nicht auf Dauer. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Michael Conradi ist Experte der Initiative Elektro+ der HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung. Foto: BDEW/dpa-tmn
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Michael Conradi ist Experte der Initiative Elektro+ der HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung. Foto: BDEW/dpa-tmn
Bernd Dechert ist Geschäftsführer Technik und Berufsbildung im Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Frankfurt. Foto: ZVEH/dpa-tmn
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Bernd Dechert ist Geschäftsführer Technik und Berufsbildung im Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Frankfurt. Foto: ZVEH/dpa-tmn
Marc Ellinger ist Leiter des Regionalbüros Freiburg-Südbaden des Verbands Privater Bauherren. Foto: Bastian Brummer
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Marc Ellinger ist Leiter des Regionalbüros Freiburg-Südbaden des Verbands Privater Bauherren. Foto: Bastian Brummer
Die Elektroinstallationen im Haus werden immer aufwendiger. Foto: ArGe Medien im ZVEH/dpa-tmn
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Die Elektroinstallationen im Haus werden immer aufwendiger. Foto: ArGe Medien im ZVEH/dpa-tmn

Voll unter Strom

Wie viele Steckdosen braucht man künftig im Haus?

Der Bedarf an Strom- und Datenanschlüssen im Haus wächst - ob im Altbau oder im Neubau. Kann man beim Bau oder der Sanierung jetzt schon absehen, wie viele Anschlüsse man am besten einplant, damit man morgen all seine Geräte gut verwenden kann?

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - 5,4 Steckdosen sind durchschnittlich in einem deutschen Wohnzimmer installiert. Das ist zu wenig, um alle Geräte anzuschließen, die die meisten Menschen heutzutage benutzen. Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen lösen das Problem nicht.

Aber wie viel ist ausreichend - gerade mit Blick auf heutige Umbauten und Neubauten? Wie viele Steckdosen und Stromkreise sollte man einplanen, um zukunftssicher zu sein?

Zunächst eine Bestandsanalyse

Für Bernd Dechert vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke steht die Bestandsanalyse an erster Stelle. "Dazu müssen die heutigen und künftigen Bedürfnisse der Bewohner genau erfasst werden." Das ist eine Aufgabe mit vielen Unbekannten, denn heute kann niemand genau voraussagen, wie sich die Technologie in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird.

Was man im Kopf durchspielen sollte: Mit der Entwicklung zum Smart Home wird der Bedarf an Steckdosen, Schaltern und Stromkreisen wohl noch steigen. Decherts Tipp lautet daher auch: "Wer ganz sichergehen will, kann Leerrohre einplanen, in die sich später unkompliziert weitere Kabel verlegen lassen."

Richtlinie RAL-RG 678 als Planungshilfe

Es gibt verbindliche technische Vorgaben für neue und modernisierte Elektroinstallationen. Die Mindestausstattung eines Hauses ist in den Normen DIN 18015-2 und -4 beschrieben. "Die Richtlinie RAL-RG 678 enthält darüber hinausgehende Festlegungen für Standardausstattung und Komfortausstattung", erklärt Dechert. Sie sind auch eine tolle Planungshilfe für Bauherren, die ihren Bauplan überprüfen wollen. Oder für Sanierer, die sich orientieren wollen, wie viel mehr Steckdosen und Stromkreise sie benötigen. Aber auch Beleuchtungs- und Kommunikationsanschlüsse werden aufgelistet.

Festgehalten sind verschiedene Ausstattungswerte - 1, 2 oder 3. Zum Beispiel für die Küche sieht die Mindestausstattung der Stufe 1 fünf allgemeine Steckdosen sowie diverse andere Anschlüsse vorgesehen. Für Stufe 3, die Komfortausstattung, sind es unter anderem schon zwölf allgemeine Steckdosen.

Überspannungsschutz nicht vergessen

Außerdem sollte ein Überspannungsschutz vorgesehen werden. Dieser ist im privaten Wohnungsbau inzwischen Pflicht. Witterungs- oder anlagenbedingte Netzausfälle oder Überbelastungen sind zwar selten, kommen aber durchaus vor. Überspannungsschäden können nicht nur elektronische Geräte außer Gefecht setzen, sondern Kurzschlüsse auslösen und zu Bränden im Haus führen.

In Altbauten wird Sanierung zur Neuinstallation

Im Altbau kommen bei einem Umbau ähnliche Überlegungen zum Tragen, aber hier fehlt noch mehr: etwa in vielen Gebäuden der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter). Er schützt vor gefährlichen Stromschlägen. "Viele Elektroleitungen sind nicht nur zu gering dimensioniert, sondern auch marode und damit unsicher", erläutert Michael Conradi, Projektleiter der Initiative Elektro+ in Berlin.

Es kann also in Altbauten durch aus nötig sein, dass eine Sanierung quasi zur Neuinstallation wird, erklärt Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren. "Hausanschluss, Verteiler und Unterverteiler sollten dann auf den aktuellen Standard aufgerüstet und, wenn nötig, komplett erneuert werden."

Raumplaner der Initiative Elektro+ mit Übersicht der RAL-RG 678

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