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Darum sollten Sie beim Schneeschippen kein Streusalz verwenden

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Von: Franziska Kaindl

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Frau räumt mit einer Schneeschaufel den Bürgersteig.
Streusalz ist ein beliebtes Mittel gegen Schnee auf dem Bürgersteig. © imago images / Ralph Peters

Sobald der Winter mit Schnee und Eis über uns hereinbricht, muss wieder ordentlich geschippt und gestreut werden. Allerdings ist Streusalz keine so gute Option.

Streusalz ist immer noch eines der bekanntesten Mittel, um Schnee und Eis von den Gehwegen zu entfernen. Tatsächlich ist es die einzige Methode, die das Eis wirklich tauen lässt. Salz verringert nämlich den Schmelzpunkt, sodass Schnee und Eis auch unter 0 Grad wegschmelzen. Was viele dabei nicht bedenken, ist, dass Streusalz viele Nachteile mit sich bringt.

Winterdienst: Darum sollten Sie beim Schneeschippen auf Streusalz verzichten

Streusalz gelangt mit dem Sickerwasser in den Boden und reichert sich im Grundwasser an. Der erhöhte Salzgehalt im Boden tut Bäumen* und Pflanzen nicht gut, da wichtige Nährstoffe ausgewaschen werden und die weitere Aufnahme erschwert wird. Dadurch können Pflanzen nicht mehr genügend versorgt werden und langsam eingehen.

Auch Ihrem Auto tut das Streusalz nicht gut: Bei Kontakt beschleunigt sich die Rostbildung, zudem oxidieren Bauteile aus Aluminium schneller. Sogar Haustiere können durch Streusalz gefährdet werden, da die Körner für Entzündungen in den Pfoten sorgen können. Bauwerke und Beton werden ebenfalls durch das Salz angegriffen. Für die Beseitigung oder Eindämmung der Schäden müssen jährlich hohe Kosten aufgewendet werden. Viele Kommunen haben deshalb den Einsatz von Streusalz auf öfffentlichen Wegen bereits verboten und mit einem Bußgeld belegt.

Auch interessant: Schnee auf dem Dach: Das sollten Hausbesitzer unbedingt beachten.

Alternativen zum Streusalz: So bekämpfen Sie Schnee und Eis

Anstatt Streusalz rät das Umweltbundesamt zu sogenannten abstumpfenden Mitteln. Diese lassen den Schnee nicht schmelzen, verringern aber die Rutschgefahr. Dazu zählen unter anderem Splitt, Granulat oder Sand. Splitt können Sie nach der Anwendung zudem wieder zusammenfegen und später erneut verwenden. Das Umweltbundesamt rät dazu, beim Einkauf auf den Blauen Engel für salzfreie Streumittel zu achten. Streumittel wie Blähton, die sehr energieintensiv hergestellt wird, sollten nur sparsam Anwendung finden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt jedoch, auch mit den abstumpfenden Streumitteln sehr sparsam umzugehen, da diese giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten können. Wie gefährlich Streusalz sein kann, verrät 24garten.de*.

Um den Einsatz von Streumitteln generell zu vermeiden, sollten Sie rechtzeitig die Gehwege mit der Schippe oder einem Besen freiräumen. So verhindern Sie, dass sich durch festgetretenen Schnee überhaupt erst starke Vereisungen bilden können. Generell sieht die gesetzliche Räumpflicht vor, dass die Gehwege bis 7 Uhr werktags freigeräumt sein müssen. (fk) *Merkur.de und 24garten.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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