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Die richtige Planung ist beim Einrichten des Heimkinos alles.

Beamer, Leinwand, Sound

So wird Ihr Wohnzimmer zum perfekten Heimkino

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Das Kino ins Wohnzimmer holen - dank moderner Technik ist das schon lange kein Problem mehr. Doch dabei ist einiges zu beachten, von der Leinwand bis zum Sound.

Der Raum ist abgedunkelt, das Popcorn steht bereit und die Couch ist gemütlich: Das ist der Traum vom perfekten Heimkino-Erlebnis. Das gute am Kino zu Hause ist, dass heute dazu weder Eingriffe in die Bausubstanz noch unüberschaubare finanzielle Belastungen nötig sind. Jedoch ist es wichtig, sich vorab Gedanken zu machen - auf die richtige Planung kommt es an. Typische Fragen sind dann: Beamer oder Flachbildschirm? Welche Soundanlage? Und wie groß soll der Abstand zur Kinoleinwand sein?

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Beamer oder Fernseher für das Heimkino?

Wenn es ein wenig größer als der Fernsehbildschirm sein soll, ist für Filmfans ein Beamer das Mittel der Wahl. Cineasten haben hier die Wahl zwischen neueren LED-Modellen und jenen mit einer Hochdruck-Quecksilber-Dampflampe. Letztere haben den Nachteil, dass sie schnell sehr heiß werden können, aber dafür durch ein helleres Bild überzeugen, wie Markus Bautsch von der Stiftung Warentest weiß. Die LED-Beamer seien nicht so lumenstark und eher für Räume geeignet, die sehr gut abgedunkelt werden können.

Bei der Entscheidung zwischen Beamer und Flachbildfernseher kommt es letztendlich auf die Größe an. Heutige Bildschirme können zwar schon 90 Zoll (knapp 2,30 Meter) in der Diagonale bemessen, kommen aber nicht an das cineastische Erlebnis einer Filmvorführung mittels Beamer heran.

Der Beamer kann heute auch schon streamen, braucht aber viel Strom

Im Gegensatz zum Smart-TV gibt es bei der Installation eines Beamers jedoch einiges zu beachten: Er muss an der Decke oder Wand befestigt werden beziehungsweise stabil auf einem Regal stehen, die Kabel müssen sauber verlegt werden, der Abstand zur Wand muss stimmen. Dabei hilft jedoch die Bedienungsanleitung des Gerätes. Nicht zu vernachlässigen ist die Möglichkeit, den Raum komplett abzudunkeln. Dafür eignen sich Verdunklungsvorhänge oder Jalousien. Je dunkler, desto besser sind Kontraste und Farbsättigung.

Mittlerweile gibt es auch viele Möglichkeiten, den Beamer so "smart" wie den Fernseher zu machen. Mittels Amazons Fire TV, Apple TV oder Google Chromecast streamen Sie problemlos Ihre Lieblingsserien auf Netflix oder Amazon Prime.

Wichtig: Ein Beamer braucht immer mehr Strom als ein Fernseher, die heute extrem sparsam daherkommen. Auch die Geräusch- und Hitzeentwicklung vor allem bei älteren Beamern ist nicht zu unterschätzen.

Bildformat und Auflösung: Worauf kommt es an?

Am häufigsten ist das Bildformat 16:9, welches sich vor allem für Filme anbietet. Das Format im Verhältnis 4:3 ist eher für die Präsentation der Urlaubsimpressionen und weniger für das Heimkino-Erlebnis geeignet.

Auch bei der Auflösung gibt es verschiedene Standards: 720 Bildzeilen bei HD ready, 1080 bei Full-HD. Allerdings werde der Unterschied überbewertet, so Bautsch. Die höhere Auflösung falle nur auf, wenn man mit der Nase direkt vor der Leinwand stehe. Beamer mit HD ready gibt es mittlerweile ab 500 Euro, bei Full HD geht es ab 600 Euro los. Keno Janssen vom Fachmagazin c't empfiehlt jedoch, rund 1.000 Euro in einen guten Beamer zu investieren. Nach oben hin sind dabei preislich keine Grenzen gesetzt, vor allem bei Ultra-HD-Beamern.

Ein wichtiger Kostenfaktor beim Kauf eines Beamers sind die Leuchtmittel. Wichtig: Lassen Sie den Beamer nach dem Gebrauch etwas laufen, um die Leuchtmittel herunterzukühlen. So vermeiden Sie Schäden an der Lampe.

Was ist bei der Soundanlage zu beachten?

Für das richtige Kino-Feeling ist eine gute Soundqualität unerlässlich. Allerdings sind dazu heute keine riesigen Boxentürme mehr notwendig. Stattdessen gibt es kompakte Systeme mit glasklarem und - bei Bedarf - auch dröhnendem Kino-Sound. Für effektvollen Surround-Sound bietet sich die Anschaffung eines AV-Receivers an. Blu-Ray-Spieler sind außerdem in der Lage, neben Blu-Rays auch DVDs, CDs und Musik via USB auszuspielen und bieten hervorragende Audioqualität. Dann fehlt nur noch eine Surround-Anlage inklusive Subwoofer für den richtigen Kino-Effekt. Diese gibt es mittlerweile auch wireless - ohne lästige Strippen, außer bei der Stromversorgung.

Benötige ich eine Leinwand für den Beamer?

Hier können Filmfans sparen, denn viele Beamer werfen ein annehmbares Bild direkt an die Wohnzimmerwand. Auch wenn es sich dabei um eine Rauhfasertapete handelt, stören die kleinen Unebenheiten das Bild nicht. Allerdings sollte die Wand in einem gleichmäßigen Weiß gestrichen sein, um eine realistische Farbdarstellung zu gewährleisten. Viele Beamer lassen sich auch auf den Weißton der Wand abstimmen.

Viele Cineasten wollen dennoch nicht auf eine Leinwand verzichten. Brauchbare Projektionsflächen gibt es - je nach Größe - bereits ab 100 Euro. Bei der Größe der Leinwand gilt folgende Faustformel: Die Fläche sollte halb so breit sein wie die Distanz zwischen Betrachter und Leinwand. Wenn die Couch also vier Meter von der Wand entfernt ist, sollte die Leinwand nicht breiter als zwei Meter sein. Die Bedienungsanleitung Ihres Beamers gibt darüber genauere Auskunft.

Von Felix Mildner

Atmos, Bars und Bases: Heimkino-Sound für die gute Stube

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