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Hochwasser hin, Starkregen her

Wohnen am Wasser: Gewässer ziehen Menschen in den Bann

Wasser ist Leben. Als die Menschen sesshaft wurden, siedelten sie daher am Wasser. Bis heute übt es eine besondere Faszination aus. Das kostet entsprechend.

Ob See, Fluss oder Meer: Wohnen direkt am oder auf dem Wasser stellt eine besondere Qualität dar. Mit dem Blick aufs Wasser verbinden die meisten positive Gefühle: Weite, Freiheit, Entspannung. Wasser weckt die Erinnerung an den letzten Urlaub, an Sonnenwärme und an Wind. 


Water Houses: Wohnen am Wasser ist automatisch ein Stück Erholung direkt vor der Haustür. Wohnprojekte in Wasserlagen sind demensprechend begehrt. Einige sind hier abgebildet, wie das Projekt Port Phoenix rund um den gleichnamigen See in Dortmund auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks (Bild ganz untern) oder das Projekt Humboldt-Insel in Berlin mit seinen Steg-Doppelhaushälften, die sich mit der Wohnfläche an Land befinden, aber einen Terrassen-Steg samt Anlegemöglichkeit für ein Boot im Wasser haben (Abb. li.). Das exklusive Wohnprojekt befindet sich am Tegeler See im Norden der Hauptstadt. 

Water-Houses heißen solche Wohnobjekte mit direktem Zugang zum Nass auf Neudeutsch. In Hamburg wurden 2013 zur Internationalen Bauausstellung fünf Wohnhäuser mit insgesamt 34 Eigentumswohnungen als moderne Pfahlbauten in einem Wasserbecken mit einer Oberfläche von zirka 4.000 Quadratmetern errichtet. Das Becken wird durch Regenwasser gespeist und befindet sich in Wilhelmsburg Mitte in einem Bereich, der durch Hoch- und Grundwasser gefährdet ist. Wohnen mit einem Hauch von Abenteuer.

Floating Homes: Noch näher dran – nämlich von allen Seiten aus – ist man auf einem Hausboot, das in der modernen Version ein Floating Home ist und mit einem Boot nur noch die Schwimmfähigkeit gemein hat. Ansonsten sind diese nicht gerade billigen Domizile an Strom, Kanal, Wasser und Gas angeschlossen, flexible Leitungen machen‘s möglich. Die eigenen vier Wände passen sich dann von ihrer Höhenlage dem Wasserstand an.

Im niederländischen Arnheim ist eine Siedlung mit mehr als 40 Floating Homes entstanden. Und im neuen Amsterdamer Stadtteil Ijburg ist auch ein ganzes Viertel aus schwimmenden Häusern entstanden, die untereinander mit Stegen verbunden sind. Das Wasserviertel besteht aus ein paar Dutzend Häusern und ist das bisher größte Projekt seiner Art.

Bitte mit Seeblick: Ein Stück eigenes Ufer zählt heute zu den absoluten Wohn-Highlights, besonders an einem der oberbayerischen größeren Seen. Aber auch allein der Seeblick kann schon eine Top-Lage ausmachen. Wer keinen direkten Zugang zum Wasser hat, genießt am besten von einer Anhöhe aus den Blick darauf. In aller Regel sind diese Plätze aber längst besetzt und entsprechend rar, haben aber den Vorteil einer unverbaubaren Lage. Auch das wirkt sich natürlich werthaltig und wertsteigernd auf die Immobilie aus.

von Gottfried Moeckl

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