+
Mieter, die Wohngeld möchten, müssen dafür einen Antrag stellen.

Mieter müssen aktiv werden

Das neue Wohngeldgesetz: Antrag noch im Januar stellen

Die letzte Wohngeld-Reform gab es 2009. Da seither die Mieten in vielen Städten gestiegen sind, hatte die Bundesregierung eine Aufstockung beschlossen. Das neue Wohngeldgesetz gilt nun seit Anfang Januar.

Wohngeld gibt es nur auf Antrag. Gezahlt wird es nicht rückwirkend, sondern ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Wer seinen Wohngeld-Antrag erst im Februar stellt, verschenkt möglicherweise den staatlichen Zuschuss für einen Monat.

Deshalb sollte der neue Wohngeldantrag noch im Januar gestellt werden. Das empfiehlt der Deutsche Mieterbund (DMB). Seit dem 1. Januar gilt ein neues Wohngeldgesetz. Das bedeutet, es gibt mehr Wohngeld als bisher.

Zuständig für den Antrag ist die Wohngeldstelle, die es bei jeder Stadt- oder Gemeindeverwaltung gibt. Hier stehen auch die entsprechenden Antragsformulare zur Verfügung. Wer bisher schon Wohngeld erhalten hat und die Voraussetzungen dafür weiter erfüllt, bekommt automatisch das erhöhte Wohngeld. Ein neuer Antrag ist nicht erforderlich.

Die Höhe des Wohngeldes hängt ab von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, deren monatliches Gesamteinkommen und der zu berücksichtigenden Miete. Grundlage hierfür ist die vertraglich vereinbarte Miete einschließlich der kalten Nebenkosten. Heiz- und Warmwasserkosten bleiben dagegen außen vor. Allerdings werden die tatsächlichen Wohnkosten nicht unbedingt in voller Höhe berücksichtigt. Es gibt gesetzlich vorgegebene Höchstbeträge.

Bei dem zu berücksichtigenden Gesamteinkommen werden alle Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder mitgezählt und zusammengerechnet. Zum Einkommen zählen alle zu versteuernden Einkünfte, zum Beispiel Löhne, Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen.

Arbeitnehmer können von dem jährlichen Gesamtbetrag den steuerlichen Freibetrag von 1000 Euro abziehen. Bezieher von Alters- oder Witwenrente können 102 Euro abziehen. Wer höhere Werbungskosten geltend machen will, muss diese nachweisen. Außerdem gibt es noch einen zusätzlichen pauschalen Abzug für all diejenigen, die Steuern und Sozialabgaben zahlen.

dpa/tmn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Warum Sie Ihre Bettwäsche viel öfter wechseln sollten
Alle vier oder sechs Wochen die Bettwäsche wechseln? Fehlanzeige. Für Ordnung und Sauberkeit zwischen den Laken müssen Sie sich schon mehr Mühe geben.
Warum Sie Ihre Bettwäsche viel öfter wechseln sollten
Rauchen auf dem Balkon: Welches Recht haben Mieter?
Wenn der Nachbar auf dem Balkon bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag raucht, regen sich viele Anwohner auf. Doch können Sie überhaupt etwas dagegen tun?
Rauchen auf dem Balkon: Welches Recht haben Mieter?
Wie wirken kleine Räume größer?
Dunkle, beengte Zimmer sind oft der Alltag in deutschen Wohnungen. Mit wenigen Tricks werden aber selbst aus den kleinsten Kämmerchen richtige Hingucker.
Wie wirken kleine Räume größer?
Kleintierhaltung: Zustimmung des Vermieters nicht notwendig
Kleintiere dürfen ohne Genehmigung in der Mietwohnung gehalten werden und auch die Haltung von Hunden und Katzen kann der Vermieter nicht generell verbieten.
Kleintierhaltung: Zustimmung des Vermieters nicht notwendig

Kommentare