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Tapeten-Design ist wie ein Fingerabdruck an der Wand. Das zeigt eine aktuelle tiefenpsychologische Studie.

Wohntypen und ihre Tapete

Zeig mir Deine Tapete und ich sag' Dir, wer Du bist

Jeder Mensch ist anders. Aber die meisten lassen sich in Kategorien einteilen. Das gilt auch beim Wohnen, wie eine neue tiefenpsychologischen Studie feststellt. Sie hat vier Wohntypen und ihre Tapeten ausgemacht.

So nah waren sich Mensch und Tapete noch nie.

Eine in dieser Form erstmals durchgeführte tiefenpsychologische Studie des Deutschen Tapeten-Instituts (DTI), entschlüsselt den Zusammenhang zwischen verschiedenen Tapetendessins und Käuferpsychologie. „Verschiedene Tapetenmuster erlauben uns spannende Einblicke in die Psychologie des Verwenders und verraten viel darüber, wie sich ein Mensch sieht und wie er von anderen wahrgenommen werden will“, so Karsten Brandt, DTI Geschäftsführer. Die Studie wurde Ende 2013 im Auftrag des DTI vom renommierten PMF Marktforschungsinstitut Köln durchgeführt.

Typ 1: Der Pragmatiker

Der Pragmatiker mag zum Beispiel Streifen an der Wand. Er wählt seine Tapete nach den Kriterien Qualität und Praktikabilität aus. Auch der Preis zählt, weshalb er lange vorher recherchiert, was wo wie viel kostet. Außerdem will der Pragmatiker eine Tapete, die eine Raumwirkung hat. Dieser Typ Mensch ist grundsätzlich überlegt, designorientiert und er legt Wert auf Nachhaltigkeit. „Und er will eine Tapete, die heute zu ihm passt und auch noch in fünf Jahren“, erläutert Brandt.

Typ 2: Der Wilde und Kreative

Ungewöhnliche, starke Muster sowie ausgefallene Designs und Farbmixe sind das Steckenpferd dieses Typs. Er sieht die Einrichtung als Ausdruck seiner Individualität und achtet darauf, keinem Trend zu stark zu folgen. Dieser Typ Mensch ist kreativ, mutig, spontan und flexibel. An seiner Wand findet man zum Beispiel eine lustige Fototapete.

Typ 3: Der Prestigebwusste

Dieser Typ möchte, dass seine Besucher die Qualität der Einrichtung erkennen – sie darf daher auch ruhig etwas mehr kosten. Klar, dass dann hochwertige Design-Kollektionen am ehesten in Frage kommen. Dieser Typ Mensch holt sich auch gerne Beratung ein. Und natürlich sollte im Wohnraum alles perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Typ 4: Der Unbekümmerte

Der vierte definierte Tapeten-Typus ist der „Unbekümmerte“, der aus dem Bauch heraus agiert und spontan von der Situation inspiriert entscheidet, was das Esszimmer zu seinem Esszimmer macht. Er wünscht sich fröhliche, frische Akzente, weshalb man bei ihm zum Beispiel Blümchenmuster findet. Diesen Einrichtungsstil findet man häufig bei Jüngeren, etwa in der ersten Wohnung, sowie bei Familien, die viele Geschmäcker unter einen Hut bringen müssen.

Die Grenzen sind fließend

Natürlich sind diese vier Typisierungen nicht starr und unbeweglich. Jede Tapete hat das Potenzial, jedem der vier Typen zu gefallen. Der „Wilde Kreative“ kann in einer besonderen Lebenssituation zu ein- und derselben Tapete wie der „Unbekümmerte“ greifen. Beiden gefällt sie, aber in ihrer individuellen Lebenswelt wird sie jeweils anders eingeordnet. Entscheidend sind oft auch das Interieur und der gesamte Einrichtungsstil für eine individuelle Wohnraumkomposition.

DTI / dpa

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