+
Die sogenannte Verwühlprobe gibt Aufschluss, ob in solchen Löchern eine Wühlmaus oder ein Maulwurf lebt. Foto: Hilke Segbers

Wühlmäuse frühzeitig im Frühjahr bekämpfen

Wühlmäuse im Garten sollten zeitig im Frühjahr bekämpft werden. Doch nicht in jedem Gang haust eine Wühlmaus. Es kann auch ein Maulwurf sein - und der steht unter Naturschutz. Aufschluss gibt die sogenannte Verwühlprobe.

Bonn (dpa/tmn) - Wühlmäuse haben zeitig im Frühjahr großen Hunger. Sie nehmen daher jetzt Köder besser an oder tappen leichter in Fallen. Daher rät der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Hobbygärtnern, die Schädlinge jetzt zu bekämpfen.

Warum sind Wühlmäuse ein Problem im Garten?

Sie sind gefräßig: Wühlmäuse lieben die zarten Wurzeln junger Obstbäume, von Ziergehölzen und Sträuchern mit Beerenobst. Auch Blumenzwiebeln und das Wurzel- und Knollengemüse in der Erde stehen auf dem Speiseplan. Auf der Suche nach ihrem Lieblingsessen legen sie Gänge im ganzen Garten an.

Wie bekämpfe ich die Tiere?

Mit Fallen oder Köder aus dem Fachhandel. Wer auf das Töten der Tiere verzichten will, kann Klappermühlen, Windräder und Geräte zur Ultraschallerzeugung ausprobieren. Sie könnten die Wühlmäuse vertreiben. Allerdings können die Gänge auch von Feldmäusen und Maulwürfen stammen. Letztere stehen unter Naturschutz und dürfen nicht bekämpft, sondern nur vertrieben werden.

Wie finde ich heraus, dass tatsächlich Wühlmäuse am Werk sind?

Mit der sogenannten Verwühlprobe. Der Boden neben dem Hügel wird dabei in kreisförmigen Bahnen mit einem Stab abgetastet, bis er auf einen Gang trifft und einsinkt. Ein etwa 30 Zentimeter langes Stück des Ganges sollten Gartenbesitzer dann aufgraben. Ist das Loch nach wenigen Stunden wieder verschlossen, haust dort eine Wühlmaus. Ein Maulwurf würde unter dem Bereich einen neuen Gang graben. Feldmäuse hinterlassen zum einen andere Fraßschäden: Sie bevorzugen nicht die Wurzeln, sondern die Rinde an der Stammbasis. Zum anderen hinterlassen sie im Gegensatz zu Maulwurf und Wühlmaus offene Löcher im Boden.

Wie kann ich meine Pflanzen schützen?

Der Wurzelballen der jungen Gehölze kommt am besten in einem speziellen Korb aus Maschendraht in die Erde. Auch Blumenzwiebeln lassen sich beim Pflanzen im Herbst mit einem Pflanzkorb aus Kunststoff schützen.

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schnee und Eis: Wer muss eigentlich räumen?
München - München zeigt sich zur Zeit als Winterwunderland von seiner schönsten Seite. Nur: Wer räumt den Schnee weg, damit auf den Wegen niemand ausrutscht und stürzt? …
Schnee und Eis: Wer muss eigentlich räumen?
Wie die Profis, bitte! Neue Küchengeräte von der IMM
Es gibt einen ganz großen Küchentrend: Das Steak soll so perfekt wie im Restaurant werden, der Braten bitte so saftig wie vom Sternekoch aus dem Ofen kommen. Die …
Wie die Profis, bitte! Neue Küchengeräte von der IMM
Dieser schamlose Sex-Aushang verwundert das Internet
Dieser dreiste Zettel, gefunden im Hamburger Stadtteil Sternschanze, begeistert das Netz. Gesucht wird jemand, der "ernsthaft Interesse an einem Dreier hat".
Dieser schamlose Sex-Aushang verwundert das Internet
Bunte Tapete kann Schadenersatzforderung rechtfertigen
Bunte Tapeten gefallen nicht jedem. Mieter sollten sie beim Auszug daher wieder entfernen. Tun sie das nicht, müssen sie Schadenersatz zahlen, wie ein Gericht …
Bunte Tapete kann Schadenersatzforderung rechtfertigen

Kommentare