+
Auf Nahrungssuche: Hobbygärtner können mit einer tierfreundlichen Bepflanzung Igeln ein Zuhause zu bieten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Zuhause für Igel und Molch: Tierschutztipps für Hobbygärtner

Es muss nicht gleich eine große Wildblumenwiese im Garten sein, um Igeln oder Insekten Nahrung und ein Zuhause zu bieten. Aber jeder Hobbygärtner kann der einheimischen Tierwelt etwas Gutes tun - zum Beispiel indem er auf seinem Grundstück Küchenkräuter anbaut.

Stuttgart (dpa/tmn) - Auch wenn mancher Hobbygärtner das nicht gut findet: Ein Loch in der Hecke hilft dem Igel. Ebenso wie Lücken im Zaun ermöglicht es Wildtieren auf Nahrungssuche von Grundstück zu Grundstück zu ziehen.

Die Tierrechtsorganisation Peta in Stuttgart rät außerdem zu einer möglichst natürlichen, tierfreundlichen Bepflanzung in Garten zum Beispiel durch eine Wildblumenwiese. Aber auch viele Kulturpflanzen bieten eine Nahrungsquelle: Auf Blüten von Küchenkräutern wie Schnittlauch, Lavendel, Oregano und Salbei lassen sich zum Beispiel Bienen, Hummeln und Schmetterlinge nieder.

Ein Reisig- oder Steinhaufen in einer ungenutzten Ecke des Gartens kann Eidechsen und Blindschleichen ein Zuhause geben. Insektenhotels - das sind größere Holzstücke mit eingebohrten Löchern verschiedener Größe - sind Nisthilfe und Unterschlupf für Wildbienen und Käfer. Für Amphibien und Insekten bieten sich Teiche oder Feuchtbiotope an.

Peta empfiehlt allerdings, den Gewässerrand so abzusichern, dass Igel, Mäuse und andere Kleintiere nicht über glatte Teichfolien ins Wasser rutschen. Auf Fische im Teich sollte man nach Auffassung der Tierschützer verzichten: Sie fressen Larven und den Amphibienlaich.

Wichtig ist auch, andere Wasserquellen wie Regentonnen mit Deckeln oder Gittern abzusichern. Eichhörnchen könnten sonst darin ertrinken. Oder man hängt ein Stück Holz in die Tonne, über das die Tiere wieder hinausklettern können. Auf Dünger sollte verzichtet werden, rät Peta. Chemische Produkte töteten Insekten, und das treffe dann auch den Igel und andere Tiere. Besser seien Komposterde oder Rindenmulch.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Hälfte der Haushalte nutzt noch Glühbirnen
Trotz besserer Alternativen wie Halogenlampen oder Leuchtdioden werden Glühlampen noch häufig in deutschen Haushalten verwendet. Das zeigt eine Umfrage.
Hälfte der Haushalte nutzt noch Glühbirnen
Wenn der Kürbis mehr als eine Tonne wiegt
Riesen-Tomaten, monströse Kürbisse und XXL-Zucchini halten seit einigen Jahren in immer mehr deutschen Gärten Einzug. Einer der Höhepunkte der Szene ist jedes Jahr in …
Wenn der Kürbis mehr als eine Tonne wiegt
Frau lebte auf nur acht Quadratmetern - für knapp 600 Euro
Nicht nur in deutschen Großstädten hat man Grund sich über Mietpreise zu beschweren: In New York bezahlte ein Frau umgerechnet 600 Euro für eine Mini-Wohnung.
Frau lebte auf nur acht Quadratmetern - für knapp 600 Euro
Von Tafeltrauben die Rutenspitzen entfernen
Große, pralle Tafeltrauben wollen Gärtner ernten. Dafür ist es wichtig, die Pflanzen zu verschneiden. Die Schere sollten sie noch diesen Monat ansetzen.
Von Tafeltrauben die Rutenspitzen entfernen

Kommentare