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Kinder schließen schnell Freundschaften. Doch nicht immer entscheiden sie sich dabei richtig. Das ist auch eine Herausforderung für die Eltern. Foto: Robert Schlesinger/dpa

Erziehungs-Tipp

Zweifelhafte Freunde: Wann Eltern sich einmischen dürfen

Aufgrund mangelnder Lebenserfahrung finden Kindern nicht immer angenehme Freunde. Das stellt auch für die Eltern ein Problem dar. Allerdings empfiehlt es sich, nur in bestimmten Situationen einzugreifen.

Fürth (dpa/tmn) - Dürften Eltern über die Freunde ihrer Kinder bestimmen, würde die Wahl manchmal anders ausfallen. Der Sohn versteht sich ausgerechnet mit dem Klassenrowdy am besten, die Tochter mit der unfreundlichen Zicke. Für Erwachsene ist es oft gar nicht so leicht, sich da zurückzuhalten.

Das müssen sie aber auch nicht immer, findet Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung: "Erstmal würde ich mir natürlich genau angucken, was da läuft. Bemerke ich dann, wie ein anderes Kind meines ständig unterbuttert, würde ich es fragen: "Stört dich das? Soll ich dich das nächste Mal unterstützen?""

Wie Eltern auf die Freunde ihrer Kinder reagieren können, hängt auch ein wenig von den äußeren Umständen ab. Ist der Freund zum Beispiel zu Besuch im eigenen Haus, dürfen Eltern eingreifen. "Da gelten die eigenen Regeln, andere Kinder werden miterzogen", sagt Ritzer-Sachs. Kriegen Eltern zum Beispiel mit, wie ein anderes Kind beim Spielen ständig schummelt, dürfen sie sich einmischen und erklären, warum das nicht geht. Geht es dagegen um Konflikte auf dem Schulhof, wird es für Eltern schwerer. Mit den Eltern des anderen Kindes zu sprechen, sollte eher der letzte Schritt als der erste sein. "Viele machen da dicht."

In jedem Fall sollten Eltern ihrem Nachwuchs das Gefühl geben: "Ich stehe hinter dir, ich schütze dich, wenn du das willst." Inwieweit Eltern Einfluss nehmen können, hängt darüber hinaus vom Alter des Kindes ab. "Im Grundschulalter haben sie noch Chancen, drei oder vier Jahre später wird das schwierig."

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