Ein Wahlberechtigter, zwei Briefwahl-Unterlagen: Maik Wendelken aus Erding ist einer der 350 Betroffenen, die doppelt angeschrieben worden sind.
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Ein Wahlberechtigter, zwei Briefwahl-Unterlagen: Maik Wendelken aus Erding ist einer der 350 Betroffenen, die doppelt angeschrieben worden sind.

Betroffene Bürger erhalten neue Stimmzettel, die alten sind ungültig

Panne im Erdinger Rathaus: 350 Briefwahl-Unterlagen doppelt versandt

  • Gabi Zierz
    VonGabi Zierz
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Hunderte wahlberechtigte Bürger in der Stadt Erding haben sich gewundert. Sie erhielten in den vergangenen Tagen die online im Rathaus beantragten Briefwahl-Unterlagen für die Bundestagswahl am 26. September gleich zweimal per Post.

Erding – Viele fragten sich, wie das sein kann und ob das Folgen für die Wahl hat. Einige Betroffene hätten sich im Rathaus gemeldet, erklärte Stadtsprecher Christian Wanninger am Montag. So sei die Panne entdeckt worden. Er spricht von einem technischen Fehler, der 350 von den rund 25 000 Wahlberechtigten im Stadtgebiet betreffe.

Da man genau nachvollziehen könne, „um welche Personen es sich handelt, wurden die bisher versandten Unterlagen für ungültig erklärt. Die Betroffenen erhalten die korrekten Unterlagen noch einmal zugesandt“, teilt Wanninger mit.

Was war passiert? Die betroffenen Bürger hatten ihre Briefwahl-Unterlagen online über das Bürgerserviceportal Bayern oder den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung bei der Stadt angefordert. Die Unterlagen werden im Rathaus stapelweise vorbereitet und dokumentiert. Ein Stapel sei versehentlich doppelt ausgedruckt und versandt worden, erklärte Wanninger. Es sei ziemlich schnell klar gewesen, „wen das alles betraf“. Deshalb könne man das so genau sagen. Und deshalb habe die Panne keine Auswirkungen auf die Wahl an sich.

Briefwahl in Erding: Alle Bürger, die von der Panne betroffen sind, erhalten per Post neue Unterlagen

Alle Bürger, die von der Panne betroffen sind, erhalten per Post neue Unterlagen. Und diejenigen unter ihnen, die ihre Stimmzettel bereits ausgefüllt und im beigefügten Kuvert ans Rathaus zurückgesandt oder dort eingeworfen haben, müssen noch mal wählen. Denn diese Kuverts, die alle mit einer Nummer gekennzeichnet sind, wurden ebenfalls für ungültig erklärt.

Wer seine Briefwahl-Unterlagen persönlich bei der Stadtverwaltung abholen will, kann dies mit Vorlage der amtlichen Wahlbenachrichtigung heuer übrigens direkt im Rathaus an der Landshuter Straße 1 tun. In den ehemaligen Räumen des Einwohnermeldeamtes erfolgt die Ausgabe. In den vergangenen Jahren geschah dies im Frauenkircherl. Das Einwohnermeldeamt ist bekanntlich ins neue Rathaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite gezogen. In den ehemaligen Räumen sei aktuell genug Platz, so Wanninger. Dort könne man auch gleich wählen.

Eine ähnliche Panne wie in Erding hat es vergangene Woche auch in Fürstenfeldbruck gegeben. Dort waren allerdings nur 30 Wahlberechtigte betroffen. Ein nicht gelöschter Druckauftrag war dort die Ursache für die doppelt versandten Unterlagen. Und vor vier Jahren hatten – ebenfalls zur Bundestagswahl – zahlreiche Erdinger ihre Wahlbenachrichtigung verspätet oder gar nicht erhalten. Damals war offenbar der Post eine Panne unterlaufen.

zie

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