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Hochklassiger Handball und gute Stimmung in der Tölzer Dreifachturnhalle. Die Veranstalter des TV Bad Tölz streben eine Wiederholung des „Mühlfeldbräu-Cups“ an.

Hochklassiges Handball-Fest beim TV Bad Tölz

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Zum Jubiläum des TV Bad Tölz kommen Profi-Teams in die Stadt: Vor vollen Rängen gewinnt der Zweitligist Dessau-Roßlauer HV 06 das Finale gegen den TuS Fürstenfeldbruck.

Bad Tölz – Das gab es schon lange nicht mehr: Harz auf dem Boden, Top-Stimmung auf den gut gefüllten Rängen in der Tölzer Dreifach-Turnhalle. Nicht nur diese beiden Faktoren deuteten darauf hin, dass am Wochenende hochklassiger Handball gespielt wurde. Denn das klebrige Material darf hierzulande erst ab der Landesliga aufwärts wegen der besseren Haftung an den Ball geschmiert werden. Für die gute Kulisse sorgten hochkarätige Handball- Teams, die sich im Rahmen des 150-jährigen Bestehens des TV Bad Tölz um den Mühlfeldbräu-Cup stritten. 

Den Pokal holte sich der deutsche Zweitligist Dessau- Roßlauer HV in einem heiß umkämpften Finale gegen den TuS Fürstenfeldbruck aus der dritten Liga. „Aber den ersten Preis kriegen die Tölzer, die hier für ein Top- Turnier gesorgt haben“, sagt der Wackersberger Berend Jochem, Gründer der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft, der ein Teil des Erlöses zukommen. 

Und da wird einiges zusammenkommen. Der Kassensturz steht noch aus, doch zumindest gestern, am Tag der Platzierungsspiele, waren alle 350 Plätze in der Dreifachhalle an der Jahnstraße besetzt. Bei den Vorrundenpartien am Samstag spielte dagegen das Wetter den Handballern nicht so ganz in die Karten – es war zu schön außerhalb der Halle. „Die Stimmung war trotzdem gut – bei den Zuschauern und den Mannschaften“, sagt Mario Manse, der das Turnier mit Christopher Jochem in einem zehnköpfigen Team organisiert hat. Doch dazu gehörten noch viel mehr. „Wir hatten über 60 Helfer, das hat abteilungsübergreifend bestens geklappt“, freut sich Manse, in der Vorsaison Trainer der Tölzer Handballer. 

Die Finalisten waren für Handball-Fest vor vollen Rängen Jubiläum des TV Bad Tölz: Gelungenes Turnier mit internationalen Profi-Teams – Dessau gewinnt deutsches Finale gegen Fürstenfeldbruck ihn nicht ganz überraschend. „Die beiden Teams stehen schon länger in der Vorbereitung, die anderen haben teilweise noch Trainingsrückstand.“ So fanden die italienischen und rumänischen Erstligisten Meran und Baia Mare recht schwer ins Turnier. Obwohl sie durchaus mit ihren A-Mannschaften angereist waren, hatten sie noch Schwierigkeiten mit dem hohen Tempo der Gegner. „Für die war das Turnier eine Standortbestimmung“, sagt Manse. „Im zweiten Spiel klappte es aber auch schon besser.“ 

Vor allem die beiden deut- Auch das Finale verlief spannend. Fürstenfeldbruck hängte sich voll rein, um den Klassenunterschied wettzumachen. Doch die Angriffsbemühungen des Drittligisten, der nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt war, kamen oft bei Torwart Philip Ambrosius, Neuzugang bei Dessau, zum Erliegen. Auch dank dessen starker Paraden hielt der Zweitligist einen Fünf-Tore-Vorsprung bis zum Schluss und gewann das Turnier. Doch auch Fürstenfeldbruck bekam einen Teil vom Ruhm ab: Bei der Siegerehrung feierte Dessau mit dem Pokal so überschwänglich, dass der Deckel herunterfiel und genau zu den Oberbayern rollte. Die bejubelten (vorübergehend) das Stück von der Siegertrophäe. 

Für Manse war es ein gelungener Abschluss der Jubiläums- Feierlichkeiten des TV Bad Tölz. Obwohl er und sein Organisations-Team während der Vorbereitung teilweise nicht wussten, wo ihnen der Kopf steht, sind sie einer Wiederholung des Turniers ganz und gar nicht abgeneigt. Die Veranstaltung stieß auf viel Lob, die Teams waren begeistert. „Das war ganz wunderbar für unseren Verein“, sagt Horst Mader, Gründer der Tölzer Handballabteilung. Und eine Wiederholung des Turniers würde dem Veranstalter vermutlich nicht ganz so viel schlaflose Nächte bei der Vorbereitung bescheren. „Wir haben jetzt den Rahmen geschaffen, haben Kontakte geknüpft, die Mannschaften wären sofort wieder dabei, wahrscheinlich wäre die Organisation künftig etwas einfacher“, glaubt Manse. „Diesmal hat es überragend funktioniert, da ist kaum eine Steigerung möglich.“ 

Übrigens ist auch der Boden in der Dreifachhalle mittlerweile nicht mehr klebrig: Die Helfer entfernten das wasserlösliche Harz nach dem Turnier wieder vollständig vom Parkett. schen Teams zeigten, dass sie in der Saison-Vorbereitung schon weiter sind. Dessau und Fürstenfeldbruck kristallisierten sich früh als Favoriten heraus und zogen als jeweils Gruppenerste ins Finale ein. Manse: „Vor allem Fürstenfeldbruck ist schon voll drin und hat ein eingespieltes Team.“ Die Österreicher Leoben und Petrea Resita (Rumänien) spielten auf Augenhöhe und machten Platz drei untereinander aus. Dabei behielt der österreichische Erstligist die Oberhand und gewann eine spannende Partie schließlich denkbar knapp mit 33:32.

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