Die Hubschrauber-Bergung von verletzten Personen, die im Wasser treiben, ist anspruchsvoll. Das Team der ADAC-Luftrettung und die Wasserwacht Walchensee übten das nun im Gewässer.
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Die Hubschrauber-Bergung von verletzten Personen, die im Wasser treiben, ist anspruchsvoll. Das Team der ADAC-Luftrettung und die Wasserwacht Walchensee übten das nun im Gewässer.

Rettung im Wasser geübt

ADAC-Luftrettung trainiert mit Wasserwacht Walchensee

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Ein Team der ADAC-Luftrettung hat am Freitag zusammen mit der Wasserwacht Walchensee das Retten von verletzten Personen aus dem Wasser geübt.

Walchensee - Bei der Spezial-Übung handelte es sich um eine anspruchsvolle Rettungsmethode, die nicht so häufig zum Einsatz kommt, deshalb müssen regelmäßig Übungen durchgeführt werden, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. „Eine Rettung aus dem Wasser ist auch für uns keine alltägliche Angelegenheit“, sagt Peter Schellig vom Team der ADAC-Luftrettung. Er bedient im Helikopter die Winde. Insgesamt waren fünf Besatzungsmitglieder an Bord, die diese Rettungsmethode teilweise zum ersten Mal trainierten.

ADAC-Luftrettung: „Eine Rettung aus dem Wasser ist auch für uns keine alltägliche Angelegenheit“

Hubschrauber-Einsätze im Gebirge sind für das Rettungsteam Standard, nicht jedoch an einem See. „An einem Gewässer herrschen ganz andere Bedingungen als am Berg“, sagt Schellig. Die Herausforderung für den Piloten sei dort, dass er keine optische Referenz habe, etwa einen Gipfel oder Bäume. Noch dazu befinde sich die verletzte Person im Wasser in Bewegung, auch durch den sogenannten „Downwash“ (Abwind) des Helikopters.

Notfallsanitäter gelangen per Winde aus etwa 20 Metern Höhe ins Wasser.

Luftrettung aus dem Wasser für Piloten eine große Herausforderung

Ein Notfallsanitäter lässt sich dann aus einer Höhe von 17 bis 20 Metern per Winde zur Person im Wasser hinab und legt dieser mit speziellen Handgriffen eine Wasserrettungsschlinge an. Zirka ein bis zwei Meter über dem Wasser werden Retter und Patient dann zum Ufer geflogen, wo dann bei einem Notfall die weitere Behandlung stattfindet. Die Ehrenamtlichen der Wasserwacht Walchensee trainieren mit den Luftrettern in regelmäßigen Abständen den Ablauf. Weil der Walchensee und die Region unter Schutz stehen, müssen solche Übungen von der Unteren und Oberen Naturschutzbehörde genehmigt werden. „Wir sind dankbar, dass dies immer wieder möglich ist“, sagt Schellig. Mit dem Verlauf der Übung waren alle zufrieden – jeder Handgriff sitzt.  

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