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Ärger über Party-Müll am Isarufer

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Was von der Feier übrig blieb: Flaschen zeugen von feucht-fröhlichen Stunden an der Isar. Die Verschmutzer haben damit eine Ordnungswidrigkeit begangen. Foto: pröhl

Bad Tölz - Es ist ein altes Ärgernis: Junge Leute machen an lauen Sommerabenden das Isarufer zur Partyzone. Anderntags empören sich viele Tölzer über die Müll-Hinterlassenschaften.

Leere Sekt- und Schnapsflaschen, Tetrapaks und Zigarettenstummel verschmutzen seit dem vergangenen Freitag eine Kiesbank an der Isar auf Höhe des Moraltparks.

Das Müll-Phänomen ist an lauen Sommerabenden fast schon an der Tagesordnung. Darüber ärgert sich Janker: „Wir haben früher auch gefeiert, aber wir waren nicht so blöd, einen derartigen Saustall zu hinterlassen.“

Mit der Vermüllung verstoßen die Täter gegen das bayerische Naturschutzrecht, wie Louis Reithinger von der Tölzer Polizei bestätigt. „Alle Bürger haben zwar das Recht, die freie Natur zu betreten, aber das ist mit der Verpflichtung zur Sauberhaltung verbunden“, erklärt er.

Wer Abfall zurücklässt, könne mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro belegt werden. Das Problem: Der Polizei fehlt es an Personal, um das Isarufer kontinuierlich zu überwachen. Und im Nachhinein lassen sich die Schmutzfinken kaum ausfindig machen.

Hier könnte nach Jankers Ansicht ein Kommunaler Ordnungsdienst einspringen. Wie berichtet, schlägt er vor, den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Bei Isarfesten, die aus dem Ruder laufen, einzugreifen oder die Polizei zu verständigen, „das könnte ein Einsatzgebiet sein“, meint der Rathauschef. Der Zweckverband wird die Idee in einer Verbandssitzung kommende Woche weiterdiskutieren. (ast)

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