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Hat einen besonderen Bezug zum heiligen Antonius: Birgit Mayr. 

zweites buch erschienen

Antonius, der bestechliche Patron

Oberbuchen/Bad Tölz –  Der „Schlamperltoni“ hat – salopp gesagt – eine große Fangemeinde. Der heilige Antonius hat vielen schon geholfen, wenn Verlorenes wiedergefunden werden musste. Birgit Mayr hat diese Geschichten charmant in einem Büchlein festgehalten. Das Interesse war sehr groß. Jetzt gibt es Band zwei.

Schlüssel verloren? Ohrring weg? Handy unauffindbar? In so einer Situation hilft im Volksglauben gerne der heilige Antonius. Eine kurze Bitte gen Himmel und – ganz wichtig – die Ankündigung, bei Wiederauffindung etwas zu spenden, hat so manchem das gesuchte Objekt schon wiedergebracht. Nicht selten übrigens an ganz merkwürdigen Orten, so dass man tatsächlich den Eindruck hat, jemand habe nachgeholfen.

In ihrem Büchlein „Hl. Antonius, der bestechliche Patron“ hat die Oberbuchenerin Birgit Mayr im vergangenen Winter viele nette Geschichten zusammengetragen. Mayr arbeitet als Fremdenführerin bei der Tölzer Tourist-Info und gehört der Gruppe der „Tölzer Stadtversucherinnen“ an, die den Gästen unter anderem die hiesigen Kirchen zeigt. Dort finden sich viele Antonius-Figuren. Mayr kann also nicht nur selbst viele persönliche „Erlebnisse“ mit Antonius erzählen, sondern hört sie auch immer wieder von Urlaubern.

„Dass mein erstes Buch so gut angekommen ist, hat mich sehr gefreut“, sagt Mayr. Die erste Auflage mit 1000 Stück war schnell verkauft, eine zweite wurde nachgelegt. Und jetzt gibt es Band zwei. „Aufgrund des ersten Buchs habe ich so viele Geschichten und Zuschriften bekommen, dass ich es geschafft habe, innerhalb von zehn Monaten ein neues Buch zu veröffentlichen“, freut sich Mayr.

Das Buch ist ähnlich gehalten wie das erste. Auf über 83 Seiten werden viele nette Geschichten erzählt, wie Antonius geholfen hat: etwa, als ein wichtiger Geschäftsschlüssel auf einem „Grausam“-Fest im Isarwinkel nachts auf einer Wiese verloren ging oder wie der Heilige tatsächlich auch bei einem Fußballspiel nachgeholfen haben soll. Ganz rührig ist auch die Geschichte einer vermissten Katze zu lesen, ebenso wie die Erzählung über das „Antoniuswunder“ im Tegernseer Tal. Und nicht zuletzt soll Antonius auch als Ehestifter nachgeholfen haben.

Diesmal finden sich auch einige Erzählungen aus dem norddeutschen Raum, der Schweiz und Österreich in dem Buch. „Meine Gäste haben mir sehr viel erzählt“, bedankt sich Mayr. Nicht selten komme es vor, dass sie zur Geschichte eine Geldspende im Briefkuvert findet – „damit ich sie in einer Tölzer Kirche einwerfe“.

Abgerundet wird das charmante Büchlein durch einige Bilder und Illustrationen. Zum Schluss sind Antonius-Bräuche aus verschiedenen Ländern und Bauernregeln aufgelistet.

Lesungen in Bad Tölz

Birgit Mayr lädt in den kommenden Wochen zu verschiedenen Lesungen in Bad Tölz ein. Wer Geschichten aus Band 1 und 2 hören möchte, sollte am Samstag, 14. November, ins „Starnbräu“ kommen. Dort liest sie zirka 30 Minuten quasi als „Vorprogramm“ der Musikgruppe „Knöpferlstreich“, die anschließend zu hören ist. Es ist der Gegenbesuch von Gästen aus Graz. Mayr hatte dort ihr erstes Buch auch vorgestellt. Die weiteren Lesungen dauern länger und sind ausschließlich aus Band zwei. Sie finden an den Samstagen 21. und 28. November jeweils um 16.30 Uhr und am Samstag, 5. Dezember, um 18.30 Uhr im Café „Rendezvous der Genüsse“ (Amortplatz) statt. Weil dort nur jeweils Platz für etwa 20 Personen ist, müssen sich Besucher vorher unter Telefon 0 80 41/7 93 31 00 anmelden. Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet sechs Euro. Es gibt Apfelpunsch, Gebäck und Pralinen.

Christiane Mühlbauer

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