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Talentierter Nachwuchs: Der Kinderchor des Murnauer Trachtenvereins unter Leitung von Katharina Bergmeister (li.) sang vier Stückl. Auf der Bühne waren (v. li.) Marlene (Flöte), Barbara (5), Elisabeth (5) verdeckt, Anna (4) Julia (6), Michl (7), Johanna (5), Annemarie (7), Toni (9), Maria (11), Magdalena (8) und Pauline (10).

Benefizkonzert

Leidenschaft für Volksmusik

Ascholding – Wunderbare Volksmusik wurde den Zuhörern am Samstagabend wieder im Ascholdinger „Holzwirt“ geboten.

„Die Musik wäscht den Staub des Alltags aus der Seele“, so sagt ein alter Spruch. Dass dieser Spruch auch heute noch uneingeschränkt gilt, zeigte sich am Samstagabend beim Benefizkonzert „Zwischen den Jahren“ im Ascholdinger „Holzwirt“: Der große Festsaal war vollbesetzt – und so mancher Zuhörer nutzte wohl das musikalische Angebot, um seine Seele zum Abschluss der weihnachtlichen Feiertage entspannt baumeln zu lassen.

Dass man mit dem Besuch der Volksmusikveranstaltung aber auch dazu beitragen kann, die Alltags-Lasten von in Not geratenen Mitmenschen etwas zu erleichtern, war das Gute und Besondere an der Sache. Es war die 27. Auflage des klingenden Stelldicheins, das Georg Kapfer in bewährter Weise und im Auftrag der Heimatzeitungen Tölzer Kurier, Isar-Loisachbote und Geretsrieder Merkur organisierte. Der Erlös fließt in deren Weihnachtsaktion „Leser helfen helfen“. Die Spendenbereitschaft der Bürger sei enorm, berichtete Veronika Ahn-Tauchnitz, Redaktionsleiterin des Tölzer Kurier, den Besuchern in ihrer Begrüßung. Aktuell stünde das Spendenbarometer bei über 152 000 Euro – ein neuer Rekord im Vergleich zu den Aktionen der vergangenen Jahre. Und weil die Mitwirkenden des Abends sich stets ohne Gage zur Verfügung stellen, sei auch „Zwischen den Jahren“ ein wesentlicher Teil des Hilfsprojektes.

Die anwesenden Musik- und Gesangsgruppen stellten sodann eindeutig unter Beweis, dass sie zwar kostenlos, aber nicht umsonst ihren Auftritt zugesagt hatten. Da war zum Beispiel die „Boarische Roas“, sechs junge Leute, die sich zu einer „waxen“ Tanzlmusik zusammengefunden und keine Mühe haben, den Funken ihrer musikalischen Begeisterung auf die Zuhörer überspringen zu lassen.

Ähnlich viel Können und Leidenschaft sowie eine gewisse Vorliebe für den Stil des bekannten Herbert Pixner fließt bei den 14-jährigen Zwillingen Sophia und Benedikt Knill aus Lenggries in ihr instrumentales Hobby, dem sie sich schon von klein auf verschrieben haben. Als eingespieltes Duo präsentierten sich überdies die beiden Harfenistinnen Maria Bocksberger und Elisabeth Bernhard aus Obersöchering und Spatzenhausen.

Erst seit dem vorigen Jahr besteht die Geigenmusi „hoib und hoib“ – wobei die sechs Akteure im Alter zwischen 11 und 17 Jahren aber unverkennbar bereits zuvor schon instrumentale Erfahrungen gesammelt haben und daraus ein beachtlich versiertes Zusammenspiel formen.

Die jüngsten Teilnehmer formierten sich im Kinderchor des Murnauer Trachtenvereins und absolvierten unter Leitung von Katharina Bergmeister ganz ungezwungen ihre Vorträge.

Der Jahreszeit entsprechend waren in den bunten Reigen noch weihnachtliche Lieder mit eingebunden. So auch beim Jochberg-Gsang aus Kochel und bei den honorigen Sendlinger Sängern.

Den Nachwuchs zu fördern ist indes nicht nur ein Anliegen von Georg Kapfer, sondern auch im Sinne von Agnes und Stefan Kerwien, die in ihrer Königsdorfer Zithermusi mit vier jungen Mitspielern auftraten. Der Tölzer Klaus Wittmann hatte als gewandter und fachkundiger Sprecher genug Stoff parat, um die lange Reihe der Darbietungen unterhaltsam miteinander zu verbinden.

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