Reichersbeurer wird weggeschickt

Kann ein Auto zu schmutzig für die Waschanlage sein?

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Bad Tölz - Kann ein Auto zu dreckig für die Waschanlage sein? Anscheinend schon, denn Florian Geisberger aus Reichersbeuern hat diese Erfahrung gemacht.

Das Auto ist schmutzig - also ab damit in die Waschanlage. Mit diesem ganz alltäglichen Vorhaben fuhr Florian Geisberger aus Reichersbeuern vor ein paar Tagen zum „Wap Waschbär Center“ am Tölzer Gewerbering. Doch was er dort zu hören bekam, konnte er kaum glauben. Der Besitzer der Anlage kam auf ihn zu und wies ihn darauf hin, dass das Auto zu dreckig für die Waschanlage sei. „Es war schon bissl dreckig“, räumt Geisberger ein. „Aber auch nicht so, dass Batzen dran gehängt sind. Und deshalb bin ich ja zum Waschen gefahren.“

Nach Geisbergers Schilderung forderte der Waschanlagen-Inhaber ihn auf, nach Waakirchen zu fahren. Dort betreibt der Sohn des Tölzers ebenfalls ein „Waschbär“-Center. Solle Geisberger doch dem die Anlage dreckig machen. Der Reichersbeurer folgte der Aufforderung. „Der Sohn hat gesagt, dass er seinen Vater auch nicht versteht.“ Er habe sich tausendmal entschuldigt, und Geisberger durfte bei ihm kostenlos waschen.

„Er hat mich in Waakirchen besucht, und wir haben das geklärt“, bestätigt Betreiber Roland Dyk. Und er hat eine Erklärung, warum ein Auto zu dreckig für die Waschanlage sein kann. „Der Sand setzt sich in den Bürsten fest und verkratzt den Lack.“ Greift jemand ohne Vorwäsche zur Schaumbürste, trage das Auto Schaden davon. In jüngster Zeit sei es häufiger vorgekommen, dass Kunden die Anlagen auf diese Weise „bewusst oder unbewusst“ beschädigt hätten. „Das führte auch zu nicht optimalen Waschergebnissen bei den nachfolgenden Kunden.“ So etwas handhabe man dann großzügig und kulant. Im Interesse er Allgemeinheit müsse man aber auch darauf achten, dass die Anlagen stets einwandfrei funktionieren und optimale Ergebnisse liefern.

Peter Hartl von der gleichnamigen Autowäsche an der Demmeljochstraße in Tölz kennt das Problem. Was der Experte zum Thema sagt und welche weiteren Tipps zur Autopflege er hat, lesen Sie im Tölzer Kurier.

(jpa)

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