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Künftig müssen alle unten Parken: Nur Eigentümer dürfen einen Berechtigungsschein für die Forststraße am Blomberg kaufen.

Gemeinderat 

Autos auf dem Blomberg unerwünscht

Wackersberg –  Das hohe Verkehrsaufkommen auf der Forststraße zum Blomberg ist der Gemeinde Wackersberg ein Dorn im Auge. Jetzt wird durchgegriffen.

 „Der Blomberg soll ein Wanderberg bleiben“, hatte Bürgermeister Alois Bauer in der Gemeinderatssitzung im Juli gesagt. Damit das durchgesetzt werden kann, gibt es nun einen neuen Berechtigungsschein.

Wie berichtet, konnten Autofahrer bislang für 30 Euro eine Fahrgenehmigung für eine einmalige Nutzung in der Gemeinde beantragen. Das soll künftig nicht mehr möglich sein. Für die sechs Kilometer lange Forststraße gibt es nur noch Ausnahmegenehmigungen, die für ein Jahr gelten. Nur, wer beispielsweise eine Hütte hat oder zum Klettergarten gehört, kann für sein Auto den Schein beantragen. „Das ist leichter zu kontrollieren“, so Bauer. Der neue Schein kostet 200 Euro im Jahr und ist objektbezogen. Das Geld fließt in eine Kasse, von der die Wegesanierung bezahlt wird.

Objektbezogen bedeutet aber auch: Der Inhaber eines solchen Scheines darf nur bis zum ausgewiesenen Objekt, also beispielsweise seiner Hütte, fahren. Will er weiter in Richtung Blomberghaus muss er diesen Weg zu Fuß antreten – ansonsten verstößt er gegen seine Genehmigung und kann verwarnt werden. Nikolaus Braun wollte wissen, was denn etwa bei Bergmessen sei. „Da sollte man am besten nicht mit dem Auto rauffahren“, sagte Bauer. Aber es gebe auch noch die Möglichkeit eines Tagesscheins bei Sonderveranstaltungen wie Bergmessen oder Presseterminen. „Oder auch, wenn mal etwas an der Kapelle repariert werden muss.“ Ausgenommen sind Lieferanten, die etwa das Blomberghaus beliefern. Auch Grundstückseigentümer selbst benötigen keine Berechtigung. Dass die Eigentümer aber dennoch einen Schein bekommen sollten, den sie aber nicht bezahlen müssen, schlug Martin Fischer vor. „Das ist verwaltungstechnisch nicht möglich“, sagte Bauer. Es handle sich hier wohl um 300 Besitzer. „Und wenn so viele Scheine im Umlauf sind, dann sind sie auch schnell weitergegeben“, befürchtete Hans Demmel. Auch seien die Forstbesitzer nicht das Problem. Schlimmer sei die touristische Nutzung. „Es soll nicht jeder einzelne mit dem Auto rauffahren.“

Die beste Regelung aber nützt nichts, wenn nicht kontrolliert wird. „Bislang haben wir es so gemacht: Wenn wir ein Auto entdeckt haben, das wir nicht kannten, haben wir den Besitzer angeschrieben“, sagte Bauer. „Der musste dann nachweisen, dass er tatsächlich Gründe hatte, mit seinem Fahrzeug dort unterwegs zu sein.“ Ansonsten drohte eine Anzeige. So soll es weiterhin gehalten werden.

„Probieren wir es einfach aus“, sagte Fischer. Auf alle Fälle sei es günstiger als die Schrankenlösung, meinte Bauer. Diese sei wohl gescheitert. Wie berichtet wurde die Schranke in der Vergangenheit häufig beschädigt und stand daher meist offen. Einstimmig sprachen sich die Räte für den neuen Berechtigungsschein aus. Melina Staar

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