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Acht Völker mit 320 000 Bienen betreut Supermarkt-Chef Alexander Wutke auf dem Dach des Marktes in Bad Heilbrunn. Beim Honigschleudern kann man am Samstag zuschauen – und ihn auch gleich probieren. 

Alexander Wutke ist Hobby-Imker

Supermarkt-Chef in Heilbrunn hält sich Bienenvölker auf dem Dach

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20 Rewe-Mitarbeiter arbeiten im Geschäft und 320 000 auf dem Dach: Alexander Wutke, Inhaber des neuen Heilbrunner Supermarkts, hat dort acht Bienenvölkern ein Zuhause gegeben. Bald gibt’s erstmals eigenen Honig für die Kunden.

Bad Heilbrunn– Sehr sinnvoll nutzt Alexander Wutke, der Inhaber des neuen Heilbrunner Rewe-Supermarkts, das flache Dach des Gebäudes: Der 33-Jährige hat sich zum Hobby-Imker ausbilden lassen und auf dem Dach acht Bienenstöcke aufgestellt. Dort herrscht reges Leben:320 000 Bienen schwärmen täglich von dort aus, entweder Richtung Wald am Blomberg, Richtung Kräuterpark oder in die umliegenden Gärten.

„Ich finde Bienen sehr faszinierend“, sagt Wutke. Der Vater von zwei kleinen Kindern lebt mit seiner Familie in der Nähe von Penzberg. Imkern liegt bei den Wutkes in der Familie, denn Schwiegervater Arno Bruder ist Fachberater für Imkerei des Bezirks Oberbayern und Leiter der Imkerschule in Landsberg am Lech.

„Ich finde, Bienen haben etwas Beruhigendes. Ich könnte ihnen den ganzen Tag zuschauen“, sagt Wutke schmunzelnd. Der 33-Jährige hat Fachkurse absolviert und wird bei der Betreuung der Bienen von seinem Schwiegervater unterstützt, der regelmäßig nach Heilbrunn kommt und ihm hilft. Und auch Konrad Specker, der die Bäckereifiliale im Rewe betreibt, kennt sich mit Bienen aus: Specker ist Pressesprecher der Imker im Bezirk Oberbayern. „Wir tauschen uns immer wieder über die Völker aus“, sagt Wutke.

Honig soll im Markt verkauft werden

Dass Bienen auf dem Dach leben, sei für den Rewe-Konzern kein Problem, sagt Wutke. Und auch die 20 Angestellten im Markt sowie die Kunden, die davon teils schon wüssten, finden das Projekt gut. Die Bienenvölker wurden vor rund sechs Wochen mit einer Hebebühne aufs Dach gehievt. Hilfe bekam Wutke dabei von Siegfried Bauer aus Heilbrunn. Der Markt-Chef kann ansonsten mit einer Leiter nach oben gelangen, um nach den Tieren zu sehen.

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Wutke will den Honig als regionales Produkt im Markt verkaufen. Für diesen Samstag, 20. Juli, ist die erste Ernte geplant. Der Honig wird in einer Glasschleuder im Markt geschleudert. „Das zu sehen, ist sicherlich ein Erlebnis für die Kunden, vor allem für die Kinder“, sagt der 33-Jährige. Die Schleuder ist von 10 bis 13 Uhr in Betrieb – „vielleicht auch länger, wenn’s geht“, sagt Wutke. Er ist sich noch nicht so ganz sicher, ob die Ernte am Samstag reichhaltig sein wird. „Die Völker sind ja noch nicht so lange auf dem Dach.“

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Für jeden Kunden gibt’s in dieser Zeit ein kleines Glas frisch geschleuderten Honig, zudem wartet Konrad Specker mit Honigbroten auf. „Ist doch schön, wenn man so zusammenarbeiten kann“, sagt Wutke.

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