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Am Kreisverkehr in Bad Heilbrunn fühlen sich die Anwohner vom Verkehrslärm gestört. Eine Glaswand an der neuen Fußgängerunterführung (in der Bildmitte hinten) könnte Abhilfe schaffen.

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Anwohner leiden unter Lärm am Kreisverkehr in Bad Heilbrunn - doch Studie sagt etwas anderes

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    Felicitas Bogner
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Sorgt der Kreisverkehr in Bad Heilbrunn für eine zusätzliche Lärmbelastung der Anwohner? Ein Gutachten dazu hat ein unerwartetes Ergebnis.

Bad Heilbrunn – Großes Bürgerinteresse gab es bei der ersten Gemeinderatssitzung 2020 in Bad Heilbrunn. Der Saal war voll. Kein Wunder, schließlich fasste Konrad Dinter, Geschäftsführer der Lärmschutzberatung Steger & Partner, die Ergebnisse der von seiner Firma durchgeführten Untersuchung der Verkehrslärmbelastung an der Ortsdurchfahrt B472 zusammen.

Vor allem Bürger, die nahe dem 2017 gebauten Kreisverkehr an der Bundesstraße wohnen, fühlen sich zunehmend gestört. „Ich finde, dass sich der Lärm durch den Kreisverkehr drastisch erhöht hat“, sagte ein Anwohner. In erster Linie das Beschleunigen der Fahrzeuge nach dem Passieren des Kreisels verursache ein störendes Mehr an Lärm.

Studie: Verkehrslärm in Bad Heilbrunn hat durch Kreisverkehr nicht zugenommen

Tatsächlich aber habe die die Prüfung gezeigt, dass der Verkehrslärm durch den Bau des Kreisverkehrs nicht zugenommen habe, erklärte Dinter. Das Niveau ist hoch – die Grenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung werden an den straßenzugewandten Fassaden der Wohnhäuser überschritten. Das war aber auch schon vor der Straßenbaumaßnahme so. Genau deshalb ist der Bund beziehungsweise das Staatliche Bauamt auch nicht dazu verpflichtet, dort in Sachen Lärmschutz aktiv zu werden.

Die deutlichsten Überschreitungen der Lärmgrenzwerte gibt es übrigens an zwei Stellen in Oberenzenau. Dinter: „Hier sehe ich aber wenig Chancen, etwas direkt an der Straße zu machen. An den Gebäuden können aber durch baulichen Schallschutz wie zum Beispiel Lärmschutzfenster Verbesserungen erreicht werden.“

Bürgermeister will Anwohnern helfen, sich vor Lärm zu schützen

Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) ergriff das Wort für die Anwohner: „Wir müssen über eines nicht diskutieren: Lärm macht krank.“ Er wollte daher wissen, was die betroffenen Bürger konkret tun können. Dinter stellt fest, dass nicht jede Förderung ausgeschlossen sei. Jedoch müssen die Betroffenen selbst aktiv werden. „Sie können beim Straßenbauamt versuchen, Bezuschussungen für Lärmschutz-Maßnahmen zu erwirken“, sagte der Experte.

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Tatsächlich wird der Rathauschef das nun für die Bürger in die Hand nehmen, wie er auf Nachfrage berichtet. „Ich werde dem Staatlichen Bauamt das Gutachten vorlegen und versuchen zu klären, ob es beispielsweise Fördermittel für Schallschutzfenster bei den betroffenen Gebäuden gibt.“

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Eine weitere Idee brachte Dinter am Dienstag in der Sitzung ins Spiel. Unter Umständen könnte eine Glaswand die lärmgeplagten Anwohner des Kreisels besser schützen. Dabei könnte die Betoneinfassung der bestehenden Fußgängerunterführung als Fundament dienen. Man müsse allerdings erst detaillierter prüfen, ob die Wand das Problem an diesem Standort wirklich löst. „Das überlegen wir uns jetzt, ob wir das untersuchen lassen“, sagt Bürgermeister Gründl auf Anfrage.

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Wichtig war die Untersuchung der Lärmbelastung übrigens nicht nur für die derzeitigen Anwohner der Ortsdurchfahrt, sondern auch mit Blick auf künftige Bauprojekte. Schließlich gibt es entlang der B472 noch einige freie Flächen. Durch geschickte städtebauliche Gestaltung, so Dinter, könnten hier auch dahinterliegende Bereiche vor Lärm geschützt werden.

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