Mit Auto in Heilbrunn liegengeblieben

Autopanne mit knapp 1,4 Promille: Tölzer verurteilt

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Mit Alkohol im Blut, dafür ohne Führerschein: So wurde ein Tölzer nach einer Autopanne erwischt. Jetzt stand er vor Gericht.

Bad Heilbrunn/WolfratshausenFür die Polizisten war es ein Routineeinsatz: Am Ortsausgang von Bad Heilbrunn war auf der B 472 ein Audi liegen geblieben. Doch für den Fahrer hatte die Panne fatale Folgen. Der Tölzer (77) musste sich wegen fahrlässiger Trunkenheit und Fahren ohne Fahrerlaubnis vor Gericht verantworten. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten mit Bewährung verurteilt.

„Er war auffällig wackelig und wirr“, schilderte eine Polizistin ihre Begegnung mit dem Angeklagten am 16. Mai dieses Jahres gegen 14 Uhr. Möglicherweise wäre der körperliche Zustand mit dem hohen Alter erklärbar gewesen. Eine leere Weinflasche auf dem Rücksitz bestärkte die Beamten jedoch in ihrem Entschluss, den Mann ins Röhrchen pusten zu lassen. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet knapp 1,4 Promille.

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Das war aber nicht der einzige Regelverstoß des Mannes. Er konnte nur einen ungültigen Ersatzführerschein vorweisen, das Original war ihm bereits im November 2016 nach einer Trunkenheitsfahrt abgenommen worden. Zudem sei das Kfz-Kennzeichen des Audis zur Entstempelung ausgeschrieben gewesen, berichtete die Polizistin.

„Das stimmt so“, räumte der Beschuldigte die Vorwürfe ein. Er sei damals seelisch an einem Tiefpunkt gewesen. Deshalb habe er sich inzwischen auch „in die Hände eines Psychiaters gegeben, der mich führt“, erklärte der Senior. „Ich habe erkannt, dass ich einen Fehler gemacht habe. Aber was werde ich jetzt auch noch bewältigen.“

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Der Mann saß nicht zum ersten Mal auf der Anklagebank. Nach einer Verurteilung im Jahr 2015 stand er zur Tatzeit unter offener Bewährung. Zuletzt war er Ende Februar 2018 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu 120 Tagessätzen (à 15 Euro) verurteilt worden. Unter Einbeziehung dieses Urteils verhängte Richter Helmut Berger nun eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist. Zudem darf dem Tölzer vor Ablauf von weiteren 20 Monaten keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden. Von einer Geldauflage, wie vom Staatsanwalt beantragt, sah das Gericht angesichts der prekären wirtschaftlichen Situation des Mannes ab.  

Rubriklistenbild: © dpa

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