Konrad Specker möchte keine Ehrung für sein langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik entgegennehmen.
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Konrad Specker möchte keine Ehrung für sein langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik entgegennehmen.

Gemeinderat

Bad Heilbrunn: Konrad Specker lehnt Ehrung ab

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Der langjährige Bad Heilbrunner Gemeinderat Konrad Specker (Freie Wähler) lehnt offiziell eine Ehrung vom Bayerischen Staatsministerium ab.

Bad Heilbrunn – Sowohl ausgeschiedene, als auch langjährig aktive Gemeinderäte aus Bad Heilbrunn sind in der jüngsten Ratssitzung Mitte April für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt worden (wir berichteten). Auch Konrad Specker (Freie Wähler) stand auf der Liste der Ehrungen des Innenministeriums für seine langjährige Gemeinderatstätigkeit und sein Engagement in der Kommunalpolitik. An der besagten Sitzung nahm er jedoch nicht teil. Bei der kommenden Sitzung, welche für den 8. Juni anberaumt ist, sollte der Freie Wähler-Rat nachträglich von Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) die Urkunde des Innenministeriums überreicht bekommen.

Specker erschien in der jüngsten Ratssitzung nicht, als die Urkunden vom Staatsministerium verteilt worden sind

Nun gibt Konrad Specker aber in einer öffentlichen Mitteilung bekannt, diese Ehrung abzulehnen. Grund sei sein persönlicher Protest gegen die aktuellen Einschränkungen diverser Vereinstätigkeiten zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „Ich spreche Ehrenamtliche in den Vereinen an und erkläre mich solidarisch mit ihnen“, schreibt der Heilbrunner und lässt als Erklärung verlauten: „Ich brauche Perspektiven zur Öffnung und keine Ehrung“.

Specker: „Ich brauche Perspektiven zur Öffnung und keine Ehrung“

Gründl habe auf die Ablehnung bereits reagiert und Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) informiert. „Er wird die Urkunde an das Innenministerium zurückgeben“, erklärt Gründl. Auf Nachfrage des Tölzer Kurier meint der Rathauschef: „Der Gemeinderat muss aufrecht erhalten bleiben, daher gibt es auch die Erlaubnis vom Innenministerium, Sitzungen abzuhalten.“ Für Vereine sei es „natürlich tragisch, dass aktuell ein Zusammenkommen nicht möglich ist.“ Jedoch sehe er keinen direkt vergleichbaren Zusammenhang. „Trotzdem muss jeder für sich wissen, ob er die Ehrung annimmt oder nicht. Die anderen haben sich gefreut“, so Gründl.  

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