Die Beamten stellten den flüchtigen Königsdorfer in Bad Heilbrunn. (Symbolbild)
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Die Beamten stellten den flüchtigen Königsdorfer in Bad Heilbrunn. (Symbolbild)

Aus dem Bericht der Grenzpolizei Murnau

Verfolgungsjagd in Bad Tölz: Mann rast an Kontrolle vorbei - Flüchtiger bereits zur Fahndung ausgeschrieben

  • Felicitas Bogner
    VonFelicitas Bogner
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Zu einer rasanten Polizei-Verfolgungsjagd kam es am Freitagvormittag gegen 10.45 Uhr in Bad Heilbrunn. Ein Königsdorfer drückte bei einer Polizeikontrolle plötzlich aufs Gas.

Bad Heilbrunn - Bei einer spontan eingerichteten Kontrollstelle überwachten die Fahnder der Murnauer Grenzpolizei gemeinsam mit Beamten der Bereitschaftspolizei München den Querverkehr zwischen den Autobahnen A 95 und A 8. Dabei kam es urplötzlich zu einer gewagten Flucht eines Autofahrers aus Königsdorf (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Als eine Polizistin die Kelle schwang, um einen 51-Jährigen anzuhalten, missachtete er das Stoppsignal und drückte aufs Gas. So rücksichtslos, dass die Beamtin laut Polizeibericht ihren Arm hochreißen und zurücktreten musste, um bei dem Fluchtmanöver nicht verletzt zu werden.

Flucht bei Polizeikontrolle: Verfolgungsteam mit Martinshorn unterwegs

Während der Fahrer in Richtung BAB 95 flüchtete, sprangen zwei Polizisten in ihren Streifenwagen um die Verfolgung aufzunehmen. Der flüchtende Mann war zu diesem Zeitpunkt schon außer Sicht der Polizei. „Trotz zügiger Fahrweise, eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn, konnte der Flüchtende nicht mehr eingeholt werden“, berichtet ein Sprecher der Grenzpolizei. Das Verfolgerteam - bestehend aus Schleierfahnder und Bereitschaftspolizistin - entdeckten den Königsdorfer in Oberenzenau. Er hatte sich in einer Hofeinfahrt versteckt.

Königsdorfer ergreift bei Polizeikontrolle die Flucht: Verfolgungsjagd durch Bad Heilbrunn

„Die Sinnlosigkeit einer weiteren Flucht wurde dem Betroffenen sehr schnell klar und er entschied sich, anzuhalten“, so der Sprecher. Er leistete keinen Widerstand und sei kooperativ gewesen. „Seine Ausrede war, dass er keinen Bock auf die Kontrolle hätte, weil sein Auto nicht zugelassen sei“, so der Polizeibericht. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass der 51-Jährige ein paar Delikte seiner kriminellen Laufbahn verschwieg. Etwa, dass für das Fahrzeug weder eine Haftpflichtversicherung bestand noch die erforderlichen Steuern entrichtet wurden und dass er von einem anderen Fahrzeug die Plakette für die gültige Hauptuntersuchung abgelöst und auf seinem Kennzeichen angebracht hatte. Sprich Urkundenfälschung. Dazu besitzt er keine gültige Fahrerlaubnis.

Flüchtiger war bereits von Staatsanwaltschaft München II zur Fahndung ausgeschrieben

Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich weiter heraus, dass gegen den Mann sogar zwei Haftbefehle bestehen. Außerdem war er durch die Staatsanwaltschaft München II wegen Betrugs in zwei Fällen zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Ganz zu schweigen von seinem gefährlichen Fahrmanöver an der Kontrollstelle in Bad Heilbrunn. Ob es hier nur bei einer Nötigung bleibt oder die rasante Flucht sogar ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr war, wird sich im Laufe der weiteren Ermittlungsarbeiten noch klären. Der Königsdorfer wurde von der Polizei in die Haftanstalt in Garmisch-Partenkirchen gebracht.

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