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Mit diesen Hinweisschildern wurden die „Tretminen“ in Heilbrunn markiert.

„Wir finden‘s Scheiße“

Verzweifelte Aktion: Mutter markiert alle Hundehaufen in ihrem Wohngebiet mit Schildern

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Hundekot auf Gehwegen ist ein ewiges Ärgernis in Bad Heilbrunn. In einem Heilbrunner Wohngebiet wird jetzt jede Tretmine mit einem Warnhinweis versehen.

Bad Heilbrunn - In einem Heilbrunner Wohngebiet südlich der B472 gibt es immer wieder unschöne Hinterlassenschaften auf den Gehwegen und den Grünstreifen. Einer oder mehrere Hundebesitzer lassen ihre(n) Vierbeiner dort regelmäßig sein Geschäft erledigen. Die stinkenden Haufen bleiben einfach liegen. Das wiederum stinkt den Anwohnern gewaltig - auch, weil viele Kinder in dem Viertel leben und gerne draußen spielen.

Einer Mutter platzte jetzt der Kragen. Zusammen mit anderen Mitstreitern hat sie jeden Haufen im Wohngebiet mit einem eigens gebastelten Schild markiert. Das rot-weiße Dreieck, das in den Häufchen steckt,  zeigt einen Hund, der gerade sein Geschäft erledigt. Dazu gibt es Hinweisschilder mit der Aufschrift: „Das ist kein Hundeklo“ oder „Wir finden‘s Scheiße. Liebe Hundebesitzer! Hundekot auf Gehwegen muss von Ihnen selbst sofort entfernt werden, sonst droht ein Bußgeld. Das muss nicht sein.“

Dass Hundekot ein ewiges Ärgernis ist, weiß auch der Heilbrunner Bürgermeister Thomas Gründl. „Persönlich ist es mir wichtig, dass die Hundebesitzer ihrer Verantwortung nachkommen und die Sauberkeit in den öffentlichen Wegen und Plätzen wahren.“ Dies werde von vielen verantwortungsbewussten Bürgern auch eingehalten. „Leider gibt es immer wieder Ausnahmen , die sich an diese Regelung und Satzungsnorm nicht halten.“ Das kann für den Einzelnen durchaus Konsequenzen haben: „Die Gemeinde ist bei Bekanntwerden des Verursachers - beispielsweise durch Zeugen -  verpflichtet, einen Bußgeldbescheid zur erlassen. Deswegen ist mir wichtig, dass wir alle für eine gesunde und saubere Gemeinde einstehen.“  Diesem Wunsch kamen viele Helfer beim landkreisweiten Ramadama am vergangenen Wochenende nach: „Bei uns waren viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Dafür mein herzliches Vergelt‘s Gott“, sagt Gründl. 

In Heilbrunn muss übrigens kein Hundebesitzer die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners mit nach Hause nehmen. Im ganzen Ort gibt es Hundetoiletten, in denen die Kottüten entsorgt werden können.  Derzeit überarbeitet die Gemeinde zudem das Mülleimer- und Hundetoilettenkonzept, um die Standorte zu optimieren.

Um Hundekot in Bad Tölz kümmert sich regelmäßig Stadträtin Camilla Plöckl. Die Hundebesitzerin ruft am Samstag, 21. April, wieder zum Hunderamadama auf. An diesem Tag wird das Stadtgebiet von den Häufchen befreit. Plöckl freut sich auf möglichst viele Mitstreiter. Treffpunkt ist um 9 Uhr der Parkplatz an der Arzbacher Straße.

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