Die Heilbrunner Pfarrkirche wird zunächst außen saniert. Unter anderem wird das Dach neu gedeckt. Wegen des Gerüsts werden einige Gräber nicht zugänglich sein, bedauert Pfarrer Pater Karl Bopp und bittet um Verständnis.
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Die Heilbrunner Pfarrkirche wird zunächst außen saniert. Unter anderem wird das Dach neu gedeckt. Wegen des Gerüsts werden einige Gräber nicht zugänglich sein, bedauert Pfarrer Pater Karl Bopp und bittet um Verständnis.

2023 gehen die Bauarbeiten los

Bad Heilbrunn: Sanierung von St. Kilian kommt in Gang

  • Christiane Mühlbauer
    VonChristiane Mühlbauer
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In der Pfarrkirche in Bad Heilbrunn haben die Vorarbeiten zur Sanierung begonnen. Für Untersuchungen an der Decke wird ein Gerüst im Altarraum aufgestellt. Gottesdienste können vorerst aber wie gewohnt stattfinden.

Bad Heilbrunn – Die umfangreiche Sanierung der Heilbrunner Pfarrkirche St. Kilian ist ein großes Projekt, das nach Auskunft des Staatlichen Bauamts Weilheim im Frühjahr 2023 begonnen werden soll. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich gibt es einiges zu tun. Die Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzt 2,9 Millionen Euro. Sie werden zu einem Großteil vom Freistaat übernommen, in dessen Besitz sich die Kirche mit ihrer wechselvollen Geschichte befindet.

In diesen Tagen wird im Altarraum ein Gerüst aufgestellt. So können Fachleute das Deckengemälde im Detail untersuchen und erste Musterflächen erstellen, berichtet Peter Aumann, Bereichsleiter Hochbau im Staatlichen Bauamt in Weilheim. Weitere Untersuchungen im Hauptschiff werden folgen. „Ziel der Innenraumsanierung ist die Sicherung der Substanz“, sagt Aumann. Inhaltlich seien eine Reinigung und die konservatorische Überarbeitung aller Putz- und Stuckflächen sowie von Wänden und Gewölbe vorgesehen. Auch die Fresken, Sitzbänke, Altäre, Figuren und Gemälde werden gereinigt. Zudem nimmt man die elektrische Ausstattung unter die Lupe.

Fresken, Figuren, Bänke und Altäre werden gereinigt

Den Heilbrunner Kirchenbesuchern wird auch auffallen, dass am rechten Seitenaltar die Altartischverkleidung („Antependium“) ausgebaut wurde. Es handelt sich um eine Notsicherung, denn die Verkleidung ist sehr stark durch Holzwürmer beschädigt. Eine Restauratorenwerkstatt wird sich nun um die Überarbeitung kümmern.

Weil Teile des rechten Seitenaltars durch Holzwürmer stark beschädigt sind, muss die Tischverkleidung ausgebaut und notgesichert werden.

Bis die Innenraumsanierung des Gotteshauses beginnt, dauert es aber noch eine Weile, denn zuerst wird außen gearbeitet, berichtet Aumann. Das Kirchendach wird neu gedeckt. Dabei werden auch schadhafte Teile der Dachkonstruktion überarbeitet oder ausgetauscht. Zudem sind neue Dachausstiege für Revisionen der Dachfläche und zur Belichtung geplant. Im Kirchturm wird unter anderem die Stiegenanlage erneuert. „Für die Arbeiten an Dach und Fassaden wird die Kirche vollständig eingerüstet und mit einer Arbeitsplattform versehen, da die Anlieferung hier durch den Standort auf dem Hügel schwierig ist“, sagt Aumann.

Weil auf den Außenfassaden der Putz abplatzt und Moos zu wuchern beginnt, wird auch hier ausgebessert, gefestigt und neu gestrichen. Auch die Kirchenfenster werden überarbeitet, defekte Gläser getauscht und Fensterflügel wieder gangbar gemacht und fachgerecht gereinigt, berichtet Aumann.

Pfarrgemeinde plant eine Spendenaktion

„Das Gerüst im Inneren wird so aufgestellt, dass wir Gottesdienste ungestört feiern können“, sagt Pater Karl Bopp, der Heilbrunner Ortspfarrer vom Kloster Benediktbeuern. Wenn die eigentliche Sanierung beginnt und die Kirche gesperrt wird, werden die Gottesdienste eine Zeitlang im Pfarrheim gefeiert werden müssen – bis dahin ist es aber noch eine Weile hin. Aufgrund der Außenbauarbeiten und des Gerüsts wird es zu Beeinträchtigungen auf dem Friedhof kommen. „Einige Gräber werden für einen gewissen Zeitraum nicht zugänglich sein, das lässt sich leider nicht vermeiden“, bedauert der Pfarrer. „Die Betroffenen werden persönlich informiert.“

Sanierung soll bis 2026 abgeschlossen sein

Zum 300-jährigen Jubiläum der Pfarrkirche im Jahr 2026 soll die Sanierung abgeschlossen sein. An den Renovierungskosten beteiligt sich die Gemeinde laut Bürgermeister Thomas Gründl mit insgesamt 100 000 Euro, ausgezahlt in Fünf-Jahres-Schritten bis 2025 mit jeweils 20 000 Euro. Auch die Pfarrgemeinde muss einen Anteil an den Gesamtkosten übernehmen und plant laut Pfarrer Bopp eine Spendensammelaktion.

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