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Gesucht – gefunden: Sonja Hagleitner (19) aus Waakirchen und Sebastian Schuster (20) aus Ellbach haben etwas Passendes für den „Zirkus Halligalli“-Ball entdeckt, der im Februar im Tölzer „Kesselhaus“ stattfindet.

Basar im Heilbrunner Pfarrheim

Hier stehen Faschingsnarren Schlange

Bad Heilbrunn - Zum Paradies für Maschkera aus dem ganzen Umland wurde am Samstag das katholische Pfarrheim in Bad Heilbrunn. Zum vierten Mal organisierte der Katholische Frauenbund einen Secondhand-Faschingsmarkt – und etliche Menschen kamen.

Schon 15 Minuten nach Eröffnung des Marktes herrscht Gedränge im Saal. Vor der Kasse hat sich bereits eine Schlange gebildet. Zwei in der langen Reihe sind Christine und ihre Tochter Annalena. Die beiden Bichlerinnen sind zum ersten Mal zum Faschingsbasar nach Heilbrunn gekommen, um Kostüme für die Bälle im Loisachtal zu finden. Beide sind begeistert von ihrer Ausbeute. „Es hat sich gelohnt“, findet Christine und blickt auf den Kleiderstapel vor sich auf dem Tisch. „Wir kommen auf jeden Fall nächstes Jahr wieder.“

Das steht auch für Katrin Tanzius schon nach kurzem Stöbern an den neun voll gehängten Kleiderständern fest. „Ich finde es toll hier. So eine schöne Auswahl. Das hätte ich gar nicht gedacht.“ Mit ihrer Tochter Pauline (7) ist die Bichlerin zum ersten Mal hier – um sich kostümtechnisch „ein bisschen inspirieren zu lassen“, wie sie sagt. Pauline dagegen weiß schon genau, was sie kaufen wird: ein bodenlanges rotes Kleid. Ideal um sich damit heuer als orientalische Prinzessin zu verkleiden.

Bodenlange Kleider und festliche Roben für große und kleine Prinzessinnen hängen dicht an dicht auf den langen Ständern. Neben der fein säuberlich sortierten Kinder-, Damen- und Herrenbekleidung finden die Kunden außerdem eine breite und fantasievolle Auswahl an oft wie neu wirkenden Kostümen. Darunter Klassiker wie Cowboy und Indianer ebenso wie Ausgefalleneres: etwa ein Teletubby-Kostüm, eine Pokémon-Verkleidung oder ein Rosa-Kaninchen-Anzug. Auf Tischen stapeln sich zudem jede Menge verrückter Hüte, bunte Perücken und anderes Zubehör wie Gürtel oder Schleier. Sabine Manthey entscheidet sich für einen Hut in Gestalt eines Filz-Hahnes. Ob sie das Ding wirklich aufsetzen wird, weiß sie allerdings noch nicht. „Aber wir sind zuhause fünf Personen. Irgendeiner zieht ihn schon an“, vermutet die Heilbrunnerin, während sie sich in die schon mehrere Meter lange Warteschlange vor der Kasse einreiht.

Dort steht Irmgard Bromberger und hilft den Käufern dabei, ihre Ausbeute in große Tüten zu verstauen. „Heuer ist der Andrang wirklich riesig“, bestätigt die Frauenbund-Vorsitzende. Durch Werbung in den sozialen Netzwerken seien heuer auch besonders viele Jugendliche gekommen, um sich günstig mit Kostümen einzudecken, die schon für unter fünf Euro zu haben sind.

Ein Großteil der Ware stamme aus Kleidercontainern, die die „Aktion Hoffnung“ – der Veranstalter des Faschingsbasars – betreibe. „Diese Sachen werden dann aufbereitet und gereinigt“, erklärt Bromberger, deren Verein als örtlicher Ansprechpartner für die Hilfsorganisation fungiert. Teilweise würde aber auch neue Ware zugekauft. Angesichts des Andrangs steht für Bromberger außer Frage, dass der Basar 2018 erneut stattfindet. „Er ist jetzt eine feste Einrichtung.“

Franziska Seliger

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