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So sieht das Areal Abt-Walther-Weg 14-16 momentan aus. Die Villa müsste der Neugestaltung weichen. 
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Bauausschuss-Sitzung 

Leonardis-Klinik vor dem Abriss?

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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In der Heilbrunner Bauausschuss-Sitzung am Montagabend dominierte das Thema: Zukunft des Areals der ehemaligen Lenoardis-Klinik. Dazu stellte eine Baufirma ein neues Konzept vor. 

Bad Heilbrunn – Der Heilbrunner Bauausschuss hat sich am Montagabend mit der Zukunft der Leonardis-Klinik und dessen Umfeld beschäftigt. Das ursprüngliche Konzept, in dem Altbau besondere Wohnformen für Senioren anzubieten, wird sich wohl nicht verwirklichen lassen. Vor allem die Vorgaben zur Barrierefreiheit wird man hier nicht umsetzen können: Der Lift ist zu klein, das Treppenhaus zu eng, die Räume sind zu niedrig. Daraus ergeben sich zudem Probleme für den Brandschutz.

Ein Abriss des Hauses scheint damit wahrscheinlich. Die neuen Pläne für das Areal stellten Johann Thierer und Christian Smola von der Firma MTB Wohn- und Gewerbebau den Mitgliedern des Heilbrunner Bauausschusses nun detailliert vor.

Altbestand der Klinik müsste nach neusten Plänen weichen 

Das Unternehmen konzentriert sich bei der Umsetzung auf eine „lebendige Durchmischung des Wohngebiets“. Auf dem Areal sollen sowohl großzügige Reihenhäuser für Familien als auch Wohnungen sowie 15 „hochwertig vollmöblierte Appartements“ gebaut werden. Mit Letzterem will man beispielsweise Berufspendler ansprechen („Serviced Appartements“).

Die Planung sieht weiter auch Wohneinheiten für betreutes Wohnen von Senioren und pflegebedürftigen Menschen vor. Dazu soll auf der Fläche auch Platz für Sozialräume und eine Praxis geschaffen werden. Ein möglicher Träger für Sozial- und Pflegeleistungen steht zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht fest.

Verschiedene Wohnformen geplant

Man lege Wert auf begrünte Innenflächen und Wege in der Mitte des Wohngebietes. Zudem soll es laut Smola gemeinschaftlich nutzbare Räume geben: „Das sind Orte der Begegnung“, sagte der Prokurist. Geschäftsführer Thierer zufolge wurden ähnliche Konzepte bereits in Penzberg und Garmisch umbesetzt und hätten sich bewährt.

Thierer und Smola sehen sich im Trend der Zeit: Viele ältere Menschen würden von ihren zumeist unterbelegten und nicht altersgerechten Einfamilienhäusern gerne in eine barrierefreie Wohnanlage ziehen, sagten sie bei der Präsentation. Die Zubuchung von Sozialleistungen sei jederzeit möglich. Diese Wohn-Variante hat laut Thierer den Vorteil, dass dadurch größere Grundstücke für eine „maßvolle Nachverdichtung“ oder Häuser für junge Familien frei werden. „In Penzberg gingen die Wohneinheiten weg wie heiße Semmeln. Man muss so weniger Neubauland erschließen“, sagte Smola.

Geplant sind zudem zwei Tiefgaragen mit 55 bis 60 Stellplätzen. 14 weitere Parkplätze könnten außen für Besucher in der Planung berücksichtigt werden. Denn hier gäbe es im bisherigen Plan noch gewisse Freiräume, die für Stellplätze oder Schneelagerplätze flexibel genutzt werden könnten. Im Gespräch ist auch ein Energie-Konzept mit Fotovoltaikanlagen.

Gründl liegt das Thema „seniorengerechtes Wohnen“ am Herzen 

Die Mitglieder des Bauausschusses sprachen mit den Planern lange über den Entwurf und stellten mehrmals Rückfragen. Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) liegt vor allem das Thema Betreutes Wohnen am Herzen. „Dieser Punkt ist für viele Bürger hier wichtig. Wir wollen damit auch der Vereinsamung im Alter entgegenwirken“, sagte Gründl. Sein Fraktionskollege Josef Schwaller merkte an, dass es manchem Anlieger nicht leicht fallen werde, dass in naher Zukunft in diesem Bereich wieder Leben herrschen werde. Die Leonardis-Klinik steht seit einigen Jahren leer und wurde zuletzt als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

Die Bauausschuss-Mitglieder wollen nun die „neuen Erkenntnisse auf sich wirken lassen“, sagte Gründl nach der Präsentation. Sowohl die Stellplatzsituation als auch die Zufahrtsmöglichkeiten zur Wohnanlage und die notwendige Schneelagerplätze sollen im weiteren Verlauf des Verfahrens geprüft werden. Das gelte auch für das Verhältnis zur Baufläche. Der Bürgermeister betonte, dass noch innerhalb dieses Jahres ein endgültiger Beschluss fallen soll. „Viele Menschen brauchen eine Perspektive. Auch mit Blick auf eine längere Bauphase wollen wir daher zügig voranschreiten.“

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