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Wohnraum für Familien schafft die Gemeinde Bad Heilbrunn auf dem Areal der Tennishalle. Geplant sind  drei Mehrfamilienhäuser. Das Vorhaben wird vom Staat gefördert. Die Tennishalle wird abgerissen. 

Gemeinderat

Bezahlbarer Wohnraum: Heilbrunn legt auf Tennishallen-Areal los

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Bezahlbarer Wohnraum ist knapp im Landkreis. Die Gemeinde Bad Heilbrunn plant jetzt drei kommunal geförderte Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier bis maximal acht Wohnungen.

Bad Heilbrunn – Die Pläne für das neue Heilbrunner Wohngebiet auf dem Areal der Tennishalle werden konkreter. Auf einem Teilgrundstück, das der Gemeinde gehört, sollen drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier bis maximal acht bezahlbaren Wohnungen entstehen. Dieses Ziel hatte der Bauausschuss empfohlen, der Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung ebenfalls dafür aus.

Bei der Umsetzung helfen soll das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm (KommWFP). Damit unterstützt der Freistaat die Gemeinden Bayerns, selbst Wohnraum zu planen und zu bauen. Auf vier Jahre angelegt soll jährlich der Bau von mindestens 1500 Wohnungen gefördert werden. 30 Prozent der Kosten soll das Programm nun auch in Heilbrunn abdecken, 60 Prozent können über ein zinsgünstiges Darlehen des Förderinstituts BayernLabo finanziert werden. Die restlichen zehn Prozent muss die Gemeinde ohne Fördermittel aufbringen.

Seit Anfang Dezember steht der Bebauungsplan mit dem Namen „Am Krebsenbach-Angerlstraße“. Das etwa 14 600 Quadratmeter große Areal grenzt im Süden an die Bundesstraße, im Norden an die Straße Am Krebsenbach und deren Verlängerung Richtung Westen, dort an die Gärtnerei Holzmann und im Osten an die Tee-Firma „Bad Heilbrunner“. Zwischen Krebsenbach und Angerlstraße soll eine Verbindungsstraße mit Fußweg geschaffen werden.

„Die Mietpreise explodieren in der Region“

Die Gemeinderäte sprachen nun über die Wiese zwischen Tennishalle und Garten Holzmann. Die angedachten drei Mehrfamilienhäuser fanden breite Zustimmung im Gremium. „Das ist eine gute Geschichte. Die Mietpreise explodieren in der Region. Wir müssen was machen. Ich unterstütze das voll“, sagte beispielsweise Norbert Deppisch (Grüne). Auch Konrad Specker (FW) begrüßt den kommunalen Wohnungsbau: „So haben wir in der Hand, wer den Wohnraum nutzen kann.“

Horst Kürzeder (CSU) allerdings mahnte zur Vorsicht: „Wir sollten uns genau überlegen, was wir wann entwickeln. Der Bevölkerungszuzug ist groß, der Kindergarten ist randvoll.“ Man müsse den Startschuss nicht sofort geben. Markus Spindler (FW) stimmte ihm zu. Ganz anders sah es Josef Schwaller (CSU). Er plädierte dafür, die Sache voranzubringen und nicht zu warten, was in der Ortsmitte geschieht. Welche Ideen der Architekten aus dem Realisierungswettbewerb dort umgesetzt werden, das soll in der Bürgerversammlung am 5. März diskutiert werden.

Bis das Wohngebiet auf dem Tennishallen-Areal weiter durchdacht werden kann, dauert es noch eine Weile. Grund sind Anforderungen aus dem Naturschutzrecht. „Die erforderliche Artenschutzprüfung dauert mindestens bis Juni. Wir haben also keinen Druck“, sagte Geschäftsleiter Andreas Mascher.

Die Tennishalle, in der aktuell zwar noch gespielt, die aber nicht mehr geheizt wird, soll abgerissen werden. Der Eigentümer kündigt das schon länger an. Auf seinem Gelände sollen ebenfalls Wohnhäuser entstehen – welcher Art, das ist noch offen.

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