Die verschiedenen Gartenbereiche auf dem Gelände der Stiftung in Bad Heilbrunn werden unter anderem für die Veranstaltungen genutzt. Neu ist, dass die Lesungen diesmal auf dem Wirtschaftsareal in Nantesbuch stattfinden.
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Die verschiedenen Gartenbereiche auf dem Gelände der Stiftung in Bad Heilbrunn werden unter anderem für die Veranstaltungen genutzt. Neu ist, dass die Lesungen diesmal auf dem Wirtschaftsareal in Nantesbuch stattfinden.

Stiftung Kunst und Kultur

Ein Lyrikkarussell auf der grünen Wiese und vieles mehr: Literaturfest in Nantesbuch

  • Christiane Mühlbauer
    VonChristiane Mühlbauer
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Die Stiftung Kunst und Natur in Nantesbuch lädt an diesem Wochenende zu einem Literaturfest ein. Unter dem Motto „Es gilt das gesprochene Wort“ dreht sich alles um das Thema Mündlichkeit in der Literatur. Für alle Veranstaltungen gibt es noch Karten.

Bad Heilbrunn - Von Freitag bis Sonntag sind zahlreiche Autoren und Schauspieler auf dem Gelände der Stiftung in Bad Heilbrunn und suchen den Dialog mit dem Publikum. Literaturfreunden in der Region dürfte das Literatur- und Musik-Festival noch unter dem Namen „Moosbrand“ ein Begriff sein. Die Stiftung möchte den Fokus jetzt stärker auf Texte von zeitgenössischen Autoren legen und hat sich deshalb entschieden, die Veranstaltung schlicht „LiteraturFest“ zu nennen, sagt Pressesprecherin Anke Michaelis. „Wir möchten viele junge und streitbare Autoren zu Wort kommen lassen.“

Neu ist, dass alle Angebot auf dem Wirtschaftsgelände der Stiftung in Nantesbuch stattfinden, also nicht im Langen Haus in Karpfsee. Die kulturelle Arbeit der Stiftung wird allmählich auf dieses Gelände ausgedehnt. So werden Scheune und verschiedene Gartenbereiche für die Veranstaltungen genutzt – aufgrund der Corona-Auflagen nun ein passender Zeitpunkt.

Matthias Brandt liest aus „Blackbird“

Schwerpunkt in diesem Jahr ist das unmittelbare Sprechen und Hören in der Literatur: Sprachnachrichten, Podcasts und Audiofiles gehören heute zum Alltag. Kurator Hans von Trotha hat ein internationales Programm mit Gästen zusammengestellt, die aus den unterschiedlichsten Perspektiven mit diesem Phänomen umgehen. Schriftstellerin Thea Dorn beispielsweise hinterlässt einen Text, der unmittelbar nach der Lesung vernichtet und nur akustisch weiterexistieren wird.

Zu Gast ist auch wieder Matthias Brandt, der am Freitagabend aus seinem neuen Roman „Blackbird“ lesen wird. Anna Thalbach und Daniel Sträßer vertiefen sich am Samstagabend in T.C. Boyles Erzählungen „Sind wir nicht Menschen“. Zuvor findet am Samstag ein „Lyrikkarussell“ statt. Zu Gast ist auch Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo, die aus ihrem viel diskutierten Roman „Adas Raum“ lesen wird. Anschließend kann man mit der Autorin diskutieren.

Sten Nadolny kommt am Sonntag

Der Sonntag beginnt mit einer Matinee, in der sich Sten Nadolny und Tilman Spengler in Lesung und Gespräch über die „Entdeckung der Langsamkeit, der Sprache und der Landschaft“ austauschen. Außerdem liest die österreichische Newcomer-Autorin Stefanie Sargnagel aus ihrem viel beachteten Erstlingswerk „Dicht“.

Auf die Besucher warten zudem neue Kunstinstallationen, ein Musikabend mit dem Elektro-Duo „Psycho & Plastic“, ein „Landschaftssound“ aus Nantesbuch von Marcus Maeder und Kammermusik vom Rodin-Quartett. Besucher aus der Region, die mit dem Auto kommen, können ab Penzberg einen Shuttleservice nutzen (weitere Informationen dazu auf der Homepage). Wer bis zur Stiftung selbst fahren möchte, kann am Langen Haus parken und muss dann in einen Shuttle-Bus umsteigen, der regelmäßig fährt – oder man geht die eineinhalb Kilometer zu Fuß.  

Weitere Infos: Detaillierte Infos zum Programm und zur Kartenbuchung im Internet auf der Seite https://kunst-und-natur.de.

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