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Helfer Markus Kretschmar trägt gerade Flächensuchhund Tessa aus dem Wald, die von aggressiven Erdwespen angegriffen wurde.

Sie suchte nach einem Vermissten

Erdwespen-Attacke: Lebensretterin im Krankenhaus

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Die Rettungshundestaffel der DLRG Starnberg beteiligten sich an einer Vermisstensuche in Bad Heilbrunn. Dabei wurden mehrere Ehrenamtliche und Hund Tessa von aggressiven Erdwespen angeriffen.

Bad Heilbrunn/Starnberg - Großaufgebot im Wald rund um Bad Heilbrunn: Seit Dienstagmorgen wurde ein vermisster 31-Jähriger gesucht. Mittlerweile kam die traurige Nachricht, dass er tot aufgefunden wurde. Im Einsatz waren am Dienstag unter anderem auch die Rettungshundestaffeln aus Bad Tölz, München und Starnberg. Der Einsatz der ehrenamtlichen Starnberger Retter endete für Suchgruppenhelferin Andrea Herr aus Unterbrunn allerdings im Krankenhaus, während Flächensuchhund Tessa von einer Tierärztin behandelt werden musste und Hundeführerin Sabine Christmann schmerzhafte Stiche davontrug.

Erdwespen griffen sofort an

Die drei waren auf der Suche nach dem Vermissten in einem Waldstück bei Bad Heilbrunn, als sie ein Nest von Erdwespen störten. „Im Nachhinein lässt sich nicht mehr sagen, ob es nun der Hund oder die Menschen waren, die die Wespen aufgescheucht haben“, sagte der Leiter der DRLG Rettungshundestaffel Starnberg, Jürgen Römmler, am Mittwoch dem Starnberger Merkur. „Fakt ist aber, dass die Wespen hochgradig aggressiv sind.“ Die Insekten attackierten die beiden Menschen und den Hund.

Helferin musste ins Krankenhaus

Bei Suchgruppenhelferin Andrea Herr bestand der Verdacht auf eine allergische Reaktion auf die Stiche, berichtete Römmler weiter. Daraufhin sei sie umgehend ins Krankenhaus gebracht worden. Nach einer Infusion und eingehender Untersuchung konnte sie allerdings schnell wieder entlassen werden. Hundeführerin Sabine Christmanns Stiche wurden noch vor Ort von den Rettungskräften intensiv gekühlt. Hund Tessa wiederum untersuchte eine angehende Tierärztin der befreundeten Staffel Hochbrück gründlich. Auch hier konnte Entwarnung gegeben werden. Auch ihre Stiche wurden gekühlt, um den Schmerz zu lindern und die Schwellungen zu bekämpfen.

Für alle drei war der Einsatz allerdings selbstredend beendet. Abends wurde dann die Suche ergebnislos unterbrochen.

„Erdwespen sind die aggressivste Wespenart überhaupt“, sagte der Leiter der Rettungsstaffel, Jürgen Römmler. Zudem seien die Nestern im Wald nur sehr schwer auszumachen. Insbesondere, wenn man Augen, Ohren und (beim Hund) die Nase offenhalten muss, um nach einem Vermissten zu suchen. „Im Training sind wir schon ab und zu auf Erdwespen gestoßen, im Einsatz war es nach meinem Wissen bislang das erste Mal“, so Römmler weiter.

Einen Tag später geht es allen besser

Am Mittwoch konnte er allerdings Entwarnung geben: „Vielen Dank für die vielen Genesungswünsche. Offensichtlich haben sie geholfen denn alle beteiligten Zwei- und Vierbeiner sind nahezu beschwerdefrei“, heißt es auf der Facebookseite der DLRG-Rettungshundestaffel Starnberg.

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