Kräuter soweit das Auge reicht: Die Aussteller warteten beim Heilbrunner Kräuterzauber m it einem großen Angebot auf.

Erfolgreicher „Kräuterzauber“ in Bad Heilbrunn

Mehr Publikum und mehr Aussteller

Der zweite Bad Heilbrunner Kräuterzauber war eine runde Sache. In der angenehmen Atmosphäre des Kräutererlebnisparks bummelten am Sonntag nicht nur Kräuterfans von Stand zu Stand.

Bad Heilbrunn – Neben einer Reihe von botanischen Kostbarkeiten oder daraus entstandenen Produkten für das leibliche und seelische Wohl des Menschen hatten die Aussteller auch Handwerkliches, Textiles und Dekoratives im Angebot.  Führungen und Workshops reihten sich aneinander. Darüber hinaus sorgte das Rahmenprogramm mit einem Auftritt der örtlichen Blasmusik, Kinder- und Marionettentheater oder etwa Märchenerzählen und Trommeln für Abwechslung und kinderfreundliche Kurzweil.

Glück hatten die Veranstalter auch mit dem Wetter: Trotz ungünstiger Vorhersagen und einer zeitweise sehr dunklen Wolkendecke am Himmel blieb es bei angenehmen Temperaturen weitgehend trocken. Genaue Besucherzahlen konnte Bürgermeister Thomas Gründl – die Gemeinde trat als Veranstalter auf – nicht nennen. „Denn der Eintritt war frei, von daher haben wir keine konkreten Zahlen. Und schätzen kann ich das nicht.“ Jedenfalls seien bis zum Abend ständig Leute im Park unterwegs gewesen. Im Vergleich zur ziemlich verregneten Premiere vor zwei Jahren habe man diesmal sicher mehr Publikum angelockt und auch zehn Aussteller mehr ins Boot geholt.

Den gemeinsamen Auftritt von unterschiedlichen Institutionen und Personen, die sich intensiv und fachspezifisch das Thema Kräuter erschlossen haben, hält Bürgermeister Gründl für sehr wichtig: „Wir haben da in unserem Landkreis ein großes Potenzial, das wir für den Kräuterzauber hier in unserem Kräutererlebnispark zusammenführen. Wir wollen zeigen, dass das Thema Kräuter bei uns gelebt wird.“ Zugleich sei dieses Ereignis natürlich auch eine gewisse Werbung, die ebenfalls vonnöten sei. Denn der 2009 mit EU-Fördermitteln aus dem Leader-Programm angelegte drei Hektar große Park verlange auch Hege und Pflege, was nicht unerhebliche Kosten verursache. „Wir sind froh, dass wir da auch ehrenamtliche Unterstützung haben“, stellte Gründl fest. Einen großen Vorteil bringe der Park bei der Heranführung der Kinder an die Natur: Kindergarten und Grundschule haben hier eigene Beete und Flächen, wo sie säen, pflanzen, pflegen und ernten. „Das ist in unserem Hightech-Alltag wichtig.“

Für die Besucher gab es nicht nur die Angebote der Aussteller und die Schul-Beete zu begutachten, sondern nebenher noch die rund 400 Kräuterarten, die entlang der Wege wachsen und dank Beschilderung identifiziert werden können. Während am Stand von Peter Kohle aus Königsdorf Sumpf- und Wasserpflanzen nachgefragt wurden, bewunderten ein Stück weiter einige Urlaubsgäste die mit Pflanzendruck wunderhübsch bunt gestalteten Leinentischdecken der Tölzerin Gertrud Schlieske.

Wer wollte, konnte sich Kräutersalz mischen, in Schmalz ausgebackene Wildkräuter kosten oder sich bei Maria Kastenmüller über die Anwendung von Naturheilkunde bei Tieren informieren. Die Ortsvereine kümmerten sich um die Bewirtung mit handfesten Mahlzeiten sowie Kaffee und Kuchen.

Gründls Resümee am Tag danach: „Wir haben bislang nur positive Rückmeldungen bekommen und freuen uns riesig über diesen Erfolg.“ Einer Neuauflage in zwei Jahren steht also nicht entgegen.  Von Rosi Bauer

Heilbrunner Kräuterzauber: Bilder

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