Die Heilbrunner Fachklinik will erweitern.

Pläne liegen Gemeinderat vor 

Heilbrunner Fachklinik will erweitern

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Die Fachklinik Bad Heilbrunn möchte erweitern. Am Dienstag steht die Bauvoranfrage auf der Tagesordnung des Heilbrunner Gemeinderats.

Bad Heilbrunn – Die Fachklinik Bad Heilbrunn ist eine von acht Einrichtungen im Verbund der „m & i Klinikgruppe Enzensberg“ mit Hauptsitz in Hopfen am See (Landkreis Ostallgäu). Die Klinik in Heilbrunn besteht seit gut 30 Jahren und ist spezialisiert auf Akutmedizin und medizinische Rehabilitation. Die Kernbereiche sind Orthopädie und Neurologie – die beiden größten Fachbereiche – sowie Innere Medizin/Kardiologie. Zudem gibt es in Heilbrunn ein Zentrum für Diabetes- und Stoffwechselerkrankungen sowie eine für Abteilung Nephrologie und Transplantationsnachsorge.

Schon mehr als 180 000 Patienten 

Von den durchschnittlich 300 Patienten werden etwa ein Drittel akut behandelt, zwei Drittel sind Reha-Patienten. Seit Eröffnung der Klinik wurden mehr als 180 000 Patienten gezählt. Mit 400 Angestellten, darunter 30 Ärzten, gehört die Fachklinik zu den größten Arbeitgebern in der Region. Im Pflegebereich arbeiten rund 120 Beschäftigte, im therapeutischen Bereich sind es rund 80 Kräfte. Die übrigen Mitarbeiter verteilen sich auf Verwaltung, Großküche und Service.

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Pläne für eine Erweiterung gab es in den vergangenen Jahren immer wieder, doch jetzt sind sie konkret. „Wir wollen den Standort Bad Heilbrunn zukunftssicher machen“, sagt Etzel Walle, Hauptgeschäftsführer der Klinikgruppe Enzensberg, im Gespräch mit dem Tölzer Kurier. Für die Bereiche Neurologie und Orthopädie sollen neuen Räume geschaffen werden, weil dafür im bestehenden Gebäude kein Platz mehr sei.

Klinik will Projekt zügig umsetzen 

Die Klinkgruppe möchte auf der westlichen Seite einen Anbau schaffen, der sich in Höhe und Optik an das bestehende Gebäude anpasst, sagt Walle. Zudem sollen weitere Parkplätze geschaffen werden, der Gedanke geht hier an eine zweite Park-Ebene. Für die Pläne brauche man eine Befreiung vom Bebauungsplan, sagt Walle, der hofft, dass der Gemeinderat grünes Licht für die Voranfrage gibt. Anschließend soll dann der Bauantrag gestellt werden. „Es geht uns nicht darum, erst mal auszuloten, was möglich wäre“, betont Walle. Die Klinikgruppe will das Projekt zügig umsetzen.

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In dem Neubau soll Platz für insgesamt 60 Betten sein, sowohl Einzel- als auch Doppelzimmer. Sie sollen für den Akut- beziehungsweise Reha-Bereich für Neurologie- und Orthopädie-Patienten zur Verfügung gestellt werden. Die Klinikgruppe will dafür rund zehn Millionen Euro investieren. Walle rechnet auch mit 60 neuen Arbeitsplätzen. Wenn der Neubau steht, sollen die Stationen im Altbau baulich und strukturell verbessert werden. „Wir können dann Stationen verschieben, erweitern und verlegen.“

Bau könnte schon Weihnachten 2021 fertig sein 

Walle hofft, dass die Genehmigung von den entsprechenden Behörden zügig erteilt wird, so dass man noch heuer mit dem Bauen beginnen könne. Zeitlich rechnet er mit rund 1,5 Jahren Bauzeit. „Es könnte also sein, dass wir schon Weihnachten 2021 fertig sind.“

Der Gemeinderat Bad Heilbrunn kommt am Dienstag, 14. Januar, um 19.30 Uhr im Rathaus zusammen. Auf der Tagesordnung stehen auchnoch das Schallschutzgutachten für die B 472 sowie der Bebauungsplan „Östlich Birkenallee“.

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