Faschingsmarkt: Karin Stippler, Gisela Bandhauer und Katharina Klein (v. li.) von der „Aktion Hoffnung“ präsentieren bei den Faschingsmärkten eine große Auswahl an Kostümen.  

Faschingsmarkt hilft Flüchtlingen im Libanon

Faschingskostüme kann man auf einem Markt in Bad Heilbrunn kaufen - und dabei Gutes tun.

Bad Heilbrunn Die „Aktion Hoffnung“ tourt im Januar mit ihren Secondhand-Faschingsmärkten durch ganz Bayern und macht am Samstag, 13. Januar, in Bad Heilbrunn Halt. Gemeinsam mit dem Katholischen Frauenbund Bad Heilbrunn bietet sie zum fünften Mal auf 120 Quadratmetern eine große Auswahl an bunten und ausgefallenen Faschingskostümen, Glitzermode, Retroteilen und besonderen Unikaten an. Der Erlös des Markts ist für die Schulausbildung im Libanon bestimmt.

Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 14 000 Faschingsfreunde die 57 Märkte. Die „Aktion Hoffnung“ konnte am Ende 19 Projekte mit 45 000 Euro unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei der Organisation wird die Aktion Hoffnung von ehrenamtlichen Teams unterstützt. „Wir erfahren eine unglaubliche Unterstützung in Pfarrgemeinden, Verbänden und Kindertagesstätten. Dieses Engagement macht es uns möglich, am Ende der Marktsaison die Reinerlöse an Projektpartner weltweit weiterzugeben“, so Gregor Uhl, der Geschäftsführer der „Aktion Hoffnung“. „Unsere Märkte sind ein Shopping-Spaß für die ganze Familie. Da wir auf einen Fundus von mehreren Tausend Tonnen Secondhand-Kleidung, die die Aktion Hoffnung während des Jahres sammelt, zurückgreifen können, geht so gut wie niemand ohne volle Taschen nach Hause“, so Uhl.

Der Reinerlös des Faschingsmarkts kommt der schulischen Ausbildung von mehr als 1200 syrischen Flüchtlingskindern in der Bekaa-Ebene im Libanon zugute. Die Flüchtlingsfamilien leiden unter den schlechten Bedingungen in den Flüchtlingslagern. Es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser, sie haben keine Arbeit und kein Einkommen.

Die Schulzentren des Jesuiten Flüchtlingsdienstes (JRS) leisten laut Uhl „einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung und Versorgung der jungen Menschen“. Sie lernen demnach dort Englisch, Mathematik und Französisch und werden auf den normalen Schulbetrieb im Libanon vorbereitet. Neben dem Unterricht können sie an Freizeitangeboten teilnehmen und bekommen täglich eine warme Mahlzeit. „Jeder Einkauf leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, motiviert Gregor Uhl alle Marktbesucher zum Einkaufen.

Der Faschingsmarkt findet am Samstag, 13. Januar, von 10 bis 13 Uhr im Pfarrsaal des Pfarrheims St. Kilian statt.

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