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„Gewaltiger Sprung“ bei Wassergebühr in Heilbrunn

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Von: Patrick Staar

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Der Preis für das Trinkwasser lag bis vor drei Jahren bei 1,06 Euro je Kubikmeter und wurde dann auf 92 Cent gesenkt.
Der Preis für das Trinkwasser lag bis vor drei Jahren bei 1,06 Euro je Kubikmeter und wurde dann auf 92 Cent gesenkt. © Alexander Kirch

Die Bad Heilbrunner müssen in Zukunft deutlich mehr für ihr Trinkwasser bezahlen.

Bad Heilbrunn - Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine Erhöhung von 92 Cent auf 1,30 Euro je Kubikmeter. „Das ist ein gewaltiger Sprung“, räumte Bürgermeister Thomas Gründl ein. Dafür sinkt der Abwasserpreis leicht von 2,69 Euro auf 2,64 Euro je Kubikmeter.

Bürgermeister erklärt Hintergründe

Der Preis für das Trinkwasser lag bis vor drei Jahren bei 1,06 Euro je Kubikmeter und wurde dann auf 92 Cent gesenkt. Seitdem habe es aber viele große Ausgaben gegeben, berichtete der Bürgermeister – beispielsweise für die Regenerierung des Tiefbrunnens. Die Gemeinde habe deshalb in den vergangenen Jahren einen „erheblichen Verlust“ gemacht. Genau diese drei teuren Jahre flossen nun in die Gebührenkalkulation ein. „Wir haben da ein externes Büro eingeschaltet, damit alles auf sauberen Füßen steht“, betonte Gründl. Er hält es für denkbar, dass die Gebühren bei der fälligen Neuberechnung in drei Jahren wieder sinken: „Wenn man alle Gehälter und Aufwendungen in diesem Zeitraum zusammenzählt, würden wir mit einem Trinkwasser-Preis von 56 Cent auskommen.“

Kritik von Josef Schwaller

Gemeinderat Josef Schwaller empfand den Sprung als „zu groß“ und schlug vor, sich mit einem Aufschlag von 20 Cent zu begnügen. Doch davon riet Kämmerei-Mitarbeiterin Gabriele Forster ab: „Die Rechnungsprüfungsstelle hat das letzte Mal angemahnt, dass das nicht zulässig ist. Wir mussten sogar eine Stellungnahme schreiben. Eine politische Entscheidung ist da nicht möglich.“ Gründl fügte hinzu: „Wenn man den Sprung von 1,06 Euro vor drei Jahren auf 1,30 Euro anschaut, wird’s etwas milder.“ Letztlich stimmte der Gemeinderat der Erhöhung mit drei Gegenstimmen zu.

Keinerlei Einwendungen gab es dagegen gegen den Vorschlag, die Kanalgebühren von 2,69 auf 2,64 Euro je Kubikmeter zu senken. „Wir müssen da alle Abschreibungen und Verzinsungen einberechnen“, erläuterte Gründl.

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