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Bürgermeister Thomas Gründl berichtete über die Gemeindepolitik.

Großes Interesse im Kursaal

Mehr Platz für die Heilbrunner: Diskussionen bei der Bürgerversammlung

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Wie soll sich Bad Heilbrunn entwickeln? Darüber wurde in der Bürgerversammlung rege diskutiert.

Bad Heilbrunn – Die Heilbrunner wollen eine belebte Ortsmitte und Verkehrsberuhigung. Sie wollen Modernes wagen und die Identität des Orts nicht verfälschen: Mit komplett unterschiedlichen Vorgaben mussten sich die Ortsplaner auseinandersetzen. Die Ergebnisse ihrer Überlegungen stellten sie in der Bürgerversammlung vor.

Es ist rund vier Jahre her, dass die Gemeinde eine über 80 000 Quadratmeter große Fläche in der Ortsmitte von der Kurfürstin GmbH und Eigentümer Max Hoefter kaufte. Die Antwort auf die Frage, wie die Heilbrunner Ortsmitte künftig aussehen wird, gab ein Realisierungs-Wettbewerb. Am besten gefiel der Jury das gemeinsame Konzept des Berliner Büros „Lemme, Locke, Lührs Architektinnen“.

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Auf diesen Wettbewerb habe es sehr viel Resonanz gegeben, berichtete Stadtplaner Volker Salm. Das Stimmungsbild sei allerdings „alles andere als homogen“ gewesen: „Was den einen gefällt, gefällt den anderen nicht.“ Angesichts dessen sei es „nicht immer ganz leicht, den richtigen Ton zu finden“.

Was die Auswertung der Stellungnahmen ergab: Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sei auch in Bad Heilbrunn „ein Riesenthema“. Überraschend sei für ihn gewesen, dass sich viele Heilbrunner eine größere Ortsmitte wünschen. Erkenntnis Nummer drei: Viele Heilbrunner seien erschrocken, wie viele Gebäude in der Ortsmitte entstehen sollen und welche Größe sie haben. Zugleich stehe die Gemeinde unter dem Druck, die neu gekauften Flächen refinanzieren zu müssen.

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Vor diesem Hintergrund stellte Architektin Anna Lemme Berthod nun die überarbeiteten Pläne vor. Ihre Kernaussage: „Unser Ziel war, die Dichte der Bebauung zu verringern. Daher haben wir das eine oder andere Gebäude rausgenommen und großzügigere Plätze geplant.“

Welche Überlegungen zum Fremdenverkehr es gebe, wollte Ernst Hauer wissen.

Im Bereich um den Kurpark wurden zwei Gebäude aus der Planung herausgenommen. Übrig geblieben sind zum einen drei Mehrfamilienhäuser. Sie sind drei- und viergeschossig und bieten Platz für 22 Wohnungen. Die Geschossfläche beträgt 2340 Quadratmeter. Ein paar Meter weiter sollen weitere drei Mehrfamilienhäuser mit 20 Wohnungen und 2130 Quadartmetern Fläche entstehen. „Das genaue Konzept hängt aber von den Plänen des Investors ab“, sagt Salm. Neu in der Planung ist ein Platz am Kurpark, dessen Kernstück ein großer Brunnen ist. Durch den Kurpark dürfen keine Autos fahren, private Parkplätze soll es in erster Linie in Tiefgaragen geben.

Ebenso wird am Malachias-Geiger-Weg gebaut. Hier sind im ersten Bauabschnitt drei zweigeschossige Doppelhäuser mit jeweils zwei Wohneinheiten geplant. Im zweiten Bauabschnitt sollen drei weitere Gebäude mit 20 Wohnungen und etwas Gewerbefläche entstehen.

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Abgerundet wird die Planung durch ein weiteres Projekt am St.-Kilians-Platz, an dem dreigeschossige Häuser geplant sind. Eine gewerbliche Nutzung solle den Platz beleben.

Vorerst vom Tisch ist das große Hotelprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Post. Dieses Projekt sei nicht die Idee der Architektinnen gewesen, sondern eine Wettbewerbs-Vorgabe, betonte Volker Salm. „Das Hotelprojekt hat dem Gemeinderat nicht gefallen, den Planern nicht, und den Bürgern auch nicht.“

Die Gemeinde habe mit „sehr, sehr vielen“ potenziellen Investoren Gespräche geführt. Sie alle hätten gesagt, dass sich ein Hotel mit weniger als 100 Betten nicht trägt. Zu dem gleichen Ergebnis sei auch ein Gutachten gekommen. Ein Vorhaben in dieser Größenordnung erscheint aber allen Beteiligten zu massiv. Potenzielle Investoren wollten erst einmal abwarten, wie sich die Heilbrunner Ortsmitte weiterentwickelt: „Wir verlieren das Projekt nicht aus den Augen“, sagt Salm. Bis auf weiteres komme eine Zwischennutzung als Veranstaltungsort infrage.

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