Stuhlkreis im Freien: Einen Waldkindergarten (wie hier Gaißach) soll es im Herbst zwischen Bad Heilbrunn und Benediktbeuern geben.

Standortsuche wankt

Grundbesitzerin lehnt Waldkindergarten in Heilbrunn-Schönau ab

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Gibt es nun doch keinen Waldkindergarten in Heilbrunn-Schönau? Auf jeden Fall gibt es zwei Versionen, die von einer Grundstücksverhandlung berichten.

Bad Heilbrunn/Benediktbeuern – Das Grundstück in Heilbrunn-Schönau scheidet wohl als Standort für den geplanten Waldkindergarten aus. Eigentümerin Rosina März dementiert, dass sie und ihr Pächter sich mit der Gemeinde geeinigt haben (wir berichteten gestern). „Bei mir wird kein Waldkindergarten entstehen“, sagt sie. Es habe von ihrer Seite keine definitive Zusage gegeben. „Es ist nichts unterschrieben.“

Der Heilbrunner Gemeinderat Josef Schwaller hatte in der jüngsten Sitzung verkündet, dass ein Standort gefunden sei: ein sonniger Platz am Waldrand, unweit des Cafés Kolb und nahe des Fußwegs, der von der Reindlschmiede Richtung Schönau führt. Rosina März kann sich diese Aussage nicht erklären. Schwaller und Bürgermeister Thomas Gründl hätten sie besucht, um über das Grundstück für das Betreuungsangebot zu verhandeln. „Ich habe ihnen als erstes gesagt: Redet mit meinem Nachbarn.“ Der pachte und bewirtschafte das betreffende Grundstück. Auch er habe sich – nach der Schilderung von Rosina März – nicht klar für die Ansiedlung von Kindern ausgesprochen, die rund um einen Bauwagen die Natur erforschen.

Gemeinderat Josef Schwaller fühlt sich „vor den Kopf gestoßen“

Aus Josef Schwallers Mund klingt alles anders: März und der Pächter hätten eindeutig ihre Bereitschaft signalisiert. „Sonst hätte ich das ja niemals öffentlich gesagt.“ Einen Vertrag hätten er und der Bürgermeister angeboten, er sei wegen der mündlichen Einigung aber vorerst nicht zustande gekommen. „Ich dachte, bei uns auf dem Land gilt das Wort noch was“, sagt Schwaller. Er fühlt sich nun „vor den Kopf gestoßen. In den Gesprächen gab es keinen Hauch von Einwänden“.

Solche hat Rosina März aber offenbar: „Ganz in der Nähe finden Wildfütterungen statt. Der Kindergarten würde eine Unruhe reinbringen.“ Störend findet sie auch, dass „15 bis 20 Damen“ ihre Kinder bringen und mit Autos durch die Wiesen fahren würden.

Im Herbst soll das Projekt Waldkindergarten, das Heilbrunn und Benediktbeuern gemeinsam ins Rollen gebracht haben, starten. Kinder aus den beiden Dörfern und auch aus Bichl sind bereits angemeldet. Zunächst war der Heilbrunner Ortsteil Obersteinbach als Standort ins Auge gefasst worden. Weil den dortigen Waldrand vormittags kaum Sonnenstrahlen erreichen, wurde die Idee fallen gelassen. Wie nun wohl auch die Schönau. Gemeinderat Josef Schwaller möchte allerdings, wie er am Donnerstag sagte, kommende Woche nochmal mit allen Beteiligten an einem Tisch darüber reden. 

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