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Die Ortsmitte von bad Heilbrunn: Der freie Platz, auf dem das Kurhotel stand, wird zum Jahresanfang überplant.

Ausblick auf 2018   

Heilbrunn vor „geschichtlichem Ereignis“

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Das Jahr 2018 dürfte vor allem für die Heilbrunner spannend werden, schließlich wird endlich die komplette Ortsmitte umgestaltet. Ein Überblick über die wichtigsten Projekte der Gemeinden im Loisachtal.

Bad Heilbrunn

Ein höchst turbulentes und aufregendes Jahr kommt auf die Gemeinde Bad Heilbrunn zu. Allen voran geht es um die Entwicklung der Ortsmitte. Die Gemeinde hat zu einem Realisierungs-Wettbewerb aufgerufen und 13 Architekturbüros damit beauftragt, Entwürfe zu fertigen. Am 19. Januar werden die Ergebnisse präsentiert. Ein Preisgericht soll die drei besten aussuchen, die dann mit den Bürgern diskutiert werden. „45 Jahre lang ist in der Ortsmitte nichts passiert – jetzt geht es in die Umsetzung“, sagt Bürgermeister Thomas Gründl. „Das ist ein geschichtliches Ereignis. Ich sehe das mit Stolz, aber auch als wahnsinnige Herausforderung. Es soll etwas entstehen, was Bad Heilbrunn für viele Jahrzehnte ausmacht.“

Neben diesem Großprojekt gibt es noch viele weitere Aufgaben, die anstehen. So soll die Schule weiter saniert werden. Geplant ist unter anderem der Einbau einer Schallschutzdecke. Der Gemeinderat werde sich auch darüber Gedanken machen, wie es mit dem voll belegten Kindergarten und der Mittagsbetreuung weitergeht.

Teil der Überlegungen ist auch die Feuerwehr. Die Oberbuchener sollen ein neues Fahrzeug bekommen. Ebenso auf Verbesserungen dürfen die Mürnseer hoffen. „Das Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen – da sind nicht mal Toiletten drin“, sagt Gründl. Deshalb wolle die Gemeinde im neuen Jahr in die Planungen einsteigen. Nicht zuletzt will die Gemeinde eine barrierefreie Unterführung unter der B 472 bauen, und der Supermarkt soll eröffnen. Gründl: „Es ist entscheidend, dass Heilbrunn einen Nahversorger hat.“

Bichl

Das Großereignis schlechthin in Bichl ist der Patronatstag am 6. Mai, zu dem 4000 bis 5000 Schützen erwartet werden. Gleich anschließend wird das 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr gefeiert. Hinzu kommen laut Bürgermeister Benedikt Pössenbacher etliche Straßenbaumaßnahmen und Bauprojekte, allerdings alle im kleineren Rahmen.

Benediktbeuern

Der soziale Wohnungsbau ist im neuen Jahr in Benediktbeuern ein großes Thema. So soll ein Gebäude mit sechs barrierefreien Wohnungen entstehen. Kostenpunkt: Eine Million Euro. „Das müssen wir im neuen Jahr unbedingt angehen“, sagt Bürgermeister Hans Kiefersauer. Geplant ist ein Einheimischenmodell für junge Familien mit 19 Parzellen. Kiefersauer rechnet aufgrund dieses Projekts damit, dass die Anzahl der Kinder in der Gemeinde steigt und damit auch die Anzahl der benötigten Kindergarten-Plätze. Da aber alle bestehenden Kindergärten schon jetzt voll belegt sind, denkt die Gemeinde über einen neuen nach. Er soll im Oberdorf entstehen, da alle Kindergärten bislang im Unterdorf sind. Alternativ wäre eine Erweiterung der Kindertagesstätte Don Bosco denkbar, sagt Kiefersauer. „Wir sind deswegen in Verhandlungen mit den Salesianern.“

Schlehdorf

Das größte Projekt in der Gemeinde Schlehdorf ist der Weiterbau des Pflegeheims. „Bis Ende 2018 werden wir das nicht mehr schaffen“, sagt Bürgermeister Stefan Jocher. „Das wird eher im Januar 2019 fertig.“ Die Kosten werden sich auf etwa acht Millionen Euro belaufen. Eine weitere Million Euro verschlingt der Neubau der Loisachbrücke in Unterau. „Ich denke, dass wir sie im April fertigstellen“, sagt Jocher. Das dritte größere Projekt in Schlehdorf ist der soziale Wohnungsbau. In dem Gebäude, das einst die Heimat eines griechischen und italienischen Restaurants war, sollen Wohnungen entstehen. Zuletzt hatte das Haus ein Jahr leer gestanden. Die Kosten dürften sich nach Schätzung von Jocher auf eine halbe Million Euro belaufen.

Kochel am See

Drei Projekte werden nach Einschätzung von Bürgermeister Thomas Holz das Jahr 2018 in Kochel prägen. So sollen die gemeindliche Kindertagesstätte KoKiTa saniert und die baulichen Voraussetzungen für eine zweite Krippen-Gruppe geschaffen werden. Bauvolumen: 2,1 Millionen Euro. Zweites Großprojekt ist der Bau des Fuß- und Radwegs zwischen Ried und Pessenbach. „Wir bereiten die Ausschreibung vor“, sagt der Bürgermeister. „Im Frühjahr wissen wir, wann Baubeginn ist.“ Die Kosten dürften sich auf etwa 700 000 Euro belaufen. Nicht zuletzt will die Gemeinde massiv in die Nachnutzung des ehemaligen Verstärkeramts am nördlichen Ortseingang einsteigen. Dort sollen neben dem gemeindlichen Bauhof 20 Wohnungen entstehen.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Breitbandausbau der Deutschen Telekom im Gemeindegebiet: Fast 2000 Haushalte im Gemeindegebiet Kochel können nach dem Ausbau mit hoher Geschwindigkeit im Netz surfen. Die Deutsche Telekom wird laut Holz im Rahmen des Ausbaus in den zwölf Erschließungsgebieten unter anderem rund 40 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, 19 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und mit neuster Technik ausstatten. In der Regel werden dann im Gemeindegebiet Kochel am See Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s an den Anschlüssen zur Verfügung stehen.

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