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Zuhause in seinem Hobbyraum: Der Heilbrunner Bürgermeister Thomas Gründl ist begeisterter Musiker. 

Kommunalwahl 2020

Heilbrunner Bürgermeisterkandidat Thomas Gründl  im Portät 

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Der amtierende Bürgermeister von Bad Heilbrunn, Thomas Gründl (CSU) strebt bei den bevorstehenden Wahlen seine dritte Amtsperiode an. In seine eigenen vier Wänden gewährt er Einblicke in sein Privatleben. 

Bad Heilbrunn – Am Esszimmertisch von Thomas Gründl ist viel Platz. Zwischen der offenen Küche und der langen Esstafel kann man es sich auch an einer Barzeile bequem machen. Hier kommt seine Familie, die neben Ehefrau Andrea aus drei Töchtern im Alter von 9, 14 und 17 Jahren – besteht, oft zusammen. Die Zeit, die er neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister von Bad Heilbrunn hat, verbringt Gründl am liebsten mit seinen vier Mädls. „Hier fühle ich mich geborgen und kann mich fallen lassen“, sagt der gelernte Verwaltungsfachwirt bei einem Treffen mit unserer Zeitung in seinem Einfamilienhaus.

Sein Amt hat neben der Familie oberste Priorität. „Als Frühaufsteher genieße ich die Ruhe am Morgen, teilweise beantworte ich schon um fünf Uhr meine Mails“, erklärt er. Und auch abends kommt er selten früh nach Hause. „Oft habe ich Sitzungen, die lange dauern.“ Daran hat sich seine Gattin aber schon lange gewöhnt, schließlich strebt Gründl mittlerweile die dritte Wahlperiode an. „Meine Frau kommt damit gut zurecht, andersrum eher nicht. Wenn sie am Abend nicht zu Hause ist, weiß ich gar nicht, was ich machen soll“, sagt er und lacht. Gründl hat meist einen lockeren Spruch auf den Lippen. „Den Humor sollte man nie verlieren.“ Und er fügt hinzu: „Aber im Ernst, ich freue mich jeden Abend, wenn ich nach Hause komme und meine Frau da ist. “

Gründl und seine Frau Andrea sind ein eingespieltes Team 

Dass er mit vollem Herzblut das Amt des Bürgermeisters ausfüllt, merkt man schnell. Gründl fällt es gar schwer, länger über Privates zu reden, ohne dabei einen Querschlag zu seinem Beruf zu ziehen. Das lässt sich schon daran erkennen, dass er genau dieses Wort – Beruf – nicht mag: „Ich sehe mein Amt nicht als Beruf, sondern als Berufung. Ich wollte immer etwas machen, womit ich Spuren hinterlassen kann.“ 

Aber was macht Gründl nun, wenn er einmal nicht seiner Berufung nachgeht? „Ich geh zweimal die Woche Moutainbiken.“ Am liebsten fahre er den Blomberg hoch. „Dabei bekomme ich so wunderbar den Kopf frei und kann neue Ideen sammeln.“ Diese Ideen drehen sich dann auch um – wie sollte es anders sein – die Gemeinde. „Für mein Amt ist es sehr wichtig, fit und vital zu sein. Da ist Radeln in unserer Natur ideal.“

Musik und Sport sind ein guter Ausgleich für den amtierenden Bürgermeister

Aber in seiner Freizeit spielt nicht nur der Sport eine große Rolle: „Ich spiele Akkordeon und Keyboard, ich singe und bin Mitglied der Band Tinitus“. Dabei kommt auch eine romantische Ader beim amtierenden Bürgermeister zum Vorschein. Kürzlich habe er seiner Frau „Weilst a Herz hast wie a Bergwerk“ von Reinhard Fendrich vorgesungen. „Das passt einfach zu ihr“, versichert er, und seine Liebste strahlt ihn verliebt an. Gründl hat für seine Instrumente eigens einen Hobbyraum. Als er „Country Roads“ auf dem Akkordeon vorspielt, spürt man, was Gründl macht, macht er voller Leidenschaft. „Die Musik bringt mir einen guten Ausgleich –zwischen dem lockeren Musiker und dem seriösen Bürgermeister.“

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Wenn Gründl auf die bisherigen 12 Jahre als Rathauschef zurückblickt, freut er sich darüber, dass „die Gemeinde es geschafft hat, den Knoten im Ortszentrum zu lösen“. Er scherzt: „Das hat mich einige graue Haare gekostet.“ Außerdem sei er erleichtert, dass die Nahversorgung durch den Supermarkt nun gesichert sei.

Gründl will die medizinische Versorgung in Bad Heilbrunn sicher stellen 

Sollte Gründl es zum dritten Mal schaffen, die Wahl zum Bürgermeister für sich zu gewinnen, möchte er eine behutsame Entwicklung der Ortsmitte vorantreiben. „Dabei muss vor allem die ärztliche Versorgung für die Zukunft gesichert werden.“ Konkret stellt er sich eine zentrale medizinische Einrichtung vor, in der sich sowohl Ärzte als auch eine Apotheke niederlassen können.

Ein weiterer Punkt, den er anpacken möchte, ist das Kinder-Betreuungsangebot. „Die Gemeinde braucht eine neue Kita mit sechs Gruppen“, sagt er. Hier müsse man das Angebot an die Bedürfnisse der Eltern anpassen. Er hofft, seine Gedanken in der kommenden Wahlperiode „unter Einbezug der Bürger“ fortführen zu können.

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