Heilbrunner Gemeinderat

Ehrenamtstag ja, Preis eher nein

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Braucht Bad Heilbrunn einen Ehrenamtstag? Um diese Idee ging es in der jüngsten Heilbrunner Gemeinderatssitzung.

Bad Heilbrunn – Die letzte Sitzung vor Weihnachten am Montagabend neigte sich dem Ende. Die Heilbrunner Gemeinderäte machten sich bereit für einen Jahresrückblick – und reichlich warme Worte. Doch bevor die Sprecher der Fraktionen die konstruktive Zusammenarbeit loben konnten, wollte Konrad Specker (Freie Wähler) noch eine Anregung loswerden: die Idee eines Ehrenamtstages.

Specker dachte aber auch an einen Löwen aus Edelmetall oder an eine Bürgermedaille. Sein Vorschlag: Man könnte doch jedes Jahr ein paar Ehrenamtliche auswählen und sie symbolisch für ihre Verdienste auszeichnen. Schnell schaltete sich Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) ein: „Die Idee finde ich super. Aber wir haben unheimlich viele Ehrenamtliche. Ich befürchte, dass man bei Ehrungen jemanden vergisst und so genau das Gegenteil erreicht.“ Außerdem mahnte der Bürgermeister: „Wer soll bewerten, dass der eine einen Preis kriegt und der andere nicht? Viele der Ehrenamtlichen, die ich kenne, stehen gar nicht so gerne im Mittelpunkt.“

Specker meinte dann, dass der Gemeinderat durchaus jedes Jahr jemanden raussuchen und Kriterien wie zum Beispiel Sport oder Kultur festlegen könnte. Fraktionskollege Markus Spindler regte eine „Vorfilterung“ an, weil es ja zum Beispiel im Sportverein oder bei der Feuerwehr bereits Ehrungen gebe: „Man könnte die auszeichnen, die nicht in Vereinen geehrt werden.“ Robert Rieker (Freie Wähler) merkte an: „Die Vorschläge müssten aus der Bevölkerung kommen. Anders ist das nicht zu lösen.“

Auf welche Weise man engagierte Bürger auszeichnen möchte, darüber stimmten sich die Gemeinderäte in der Sitzung am Montagabend noch nicht ab. Einig waren sie sich aber in Folgendem: Dass ein Tag des Ehrenamts, zu dem alle über das Gemeindeblatt und die Lokalzeitung eingeladen werden, „ein nettes kleines Dankeschön“ (Rieker) wäre. 

Rubriklistenbild: © dpa

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