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Heilbrunner Ortsmitte: Die freie Fläche, wo früher Kurhotel und Wandelhalle standen. 

Heilbrunner Ortsmitte: Aus Ideen wird ein Plan

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Bad Heilbrunn – Wohnen und Gewerbe, ein Dorfplatz mit Maibaum, vielleicht ein Bistro oder eine Eisdiele. Bürgermeister Thomas Gründl wünscht sich ein Dorfzentrum für Bad Heilbrunn. Das sagte er im Februar gegenüber des Tölzer Kurier. Inzwischen ist die Gemeinde bereits einen Schritt weiter.

Aus den Ideen soll, wie berichtet, mithilfe eines städtebaulichen Wettbewerbs ein Konzept für die erworbenen Flächen in der Ortsmitte werden.

Stefan Hofer stellte im Gemeinderat vor, wie der Ideenwettbewerb aussehen soll. Hofer ist Stadtplaner bei der Firma Lars Consult, die von der Gemeinderat beauftragt wurde, den städtebaulichen Wettbewerb zu leiten.

Bei einem städtebaulichen Wettbewerb sind die teilnehmenden Büros gefragt, die Entwicklungsziele der Gemeinde in bauliche Strukturen umzusetzen und Möglichkeiten für die Neuordnung der Ortsmitte aufzuzeigen.

Lars Consult arbeitete bereits für den Flächennutzungsplan mit Bad Heilbrunn zusammen und führte 2015 Bürgerworkshops durch. „Einen lebendigen Ort zu schaffen, wurde als ein Schwerpunkt genannt“, sagte Hofer in der Sitzung. Außerdem bestehe der Wunsch nach einem attraktiven Wohn- und Arbeitsumfeld für Familien und Paare sowie ein ebenso ansprechendes Wohn- und Lebensumfeld für Senioren.

Der Vorher-Nachher-Vergleich

Im Wettbewerb müsse ebenfalls der bestehende Bebauungsplan für die Fläche des ehemaligen Kurhotels berücksichtigt werden, der ein Mischgebiet, das heißt Wohnen kombiniert mit Gewerbe, vorgesehen ist. An die konkrete Ausarbeitung der Entwicklungsziele für die Ortsmitte geht es laut Hofer aber erst nach der Sommerpause.

Dann will Hofer mit den Gemeinderäten festlegen, welchen Wettbewerbsbereich man entwickeln will. „Wir fokussieren uns auf Flächen, schauen aber natürlich auch, was ins Gesamtkonzept passt“, so Hofer. In einem Workshop mit den Gemeinderäten will Hofer auch Inhalte formulieren. „Je konkreter wir das fassen, desto besser wird das Ergebnis.“ Auch die Verfahrensart muss dann geklärt werden. Im Oktober will Lars Consult die Auslobungsunterlagen erstellen, damit der Rat im November darüber abstimmen kann.

Über die Vorschläge der teilnehmenden Büros entscheidet eine Jury. „Das sind normalerweise Fachpreisrichter und je ein Mitglied der Fraktionen.“ Die ersten drei Plätze sollen im April für die Bürger ausgestellt werden. Danach entscheidet sich der Gemeinderat für ein städtebauliches Konzept und überträgt es in einen Bebauungsplan, damit im Juni 2017 die Bauleitplanung beginnen kann.

Die Fördermöglichkeiten hat Hofer bereits geklärt. „Die Städtebauförderung unterstützt uns mit 60 Prozent“, so der Stadtplaner. Es entstehen Kosten für den städtebaulichen Entwurf als Preisgeld und noch mal soviel für die Wettbewerbsbetreuung.

Währendessen ist die Gemeinde dabei, die Allee gegenüber dem Rathaus wieder herzurichten. Bürgermeister Thomas Gründl könnte sich einen Christkindlmarkt dort gut vorstellen. „Es wird zentrales Element sein, die Allee ins Konzept einzubinden“, sagt Hofer.

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