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Aus regionalem Anbau frisch zum Verbraucher: Nach diesem Prinzip arbeitet die „Ökokiste Hofgut Letten“ – auf dem Foto die Mitarbeiter Stephanie Ortlieb (li.) und Ursula Fick – künftig unter dem Dach der „Isarland Ökokiste“.

Unternehmens-Zusammenschluss

Hofgut Letten und Riem: Ökokisten fusionieren

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Zwei regionale Betriebe machen sich fit für die wachsende Konkurrenz auf dem Bio-Lebensmittelmarkt: Die Heilbrunner „Ökokiste Hofgut Letten“ fusioniert mit einem Partnerunternehmen aus Riem.

Bad Heilbrunn– 21 Jahre nach seiner Gründung steht der „Ökokiste Hofgut Letten“ eine entscheidende unternehmerische Veränderung bevor: Sie fusioniert mit der „Tagwerk Ökokiste“ in Riem. Alle Mitarbeiter behalten dabei ihren Job. Ihr Arbeitsplatz wird allerdings nach Taufkirchen verlagert. Den Kunden soll der Zusammenschluss zur neuen „Isarland Ökokiste“ mehr Auswahl und Flexibilität beim Liefern bringen.

Eine enge Kooperation zwischen den beiden Ökokisten in Letten und Riem besteht bereits seit 2011. Beide Firmen funktionieren nach demselben Prinzip: Sie bieten ihren Kunden Bio-Obst und -Gemüse an, nach Möglichkeit saisonal und regional angebaut, das frisch vom Erzeuger direkt zum Verbraucher nach Hause geliefert wird. Ökologisch sinnvoll, fair gegenüber den Erzeugern und regional: Diese Prinzipien überzeugen viele Kunden.

Anders als vor 20 Jahren sind sie heute aber kein Alleinstellungsmerkmal der Ökokisten mehr. Iris Kern, Sprecherin der „Isarland Ökokiste“, erklärt, dass auch die Konkurrenz durch „die Expansion der Bio-Supermärkte“ ein Beweggrund für die Fusion war. „Vor diesem Hintergrund macht der Zusammenschluss die beiden lokal agierenden Unternehmen zukunftsfähiger und krisensicherer.“ Aber auch ökologisch sei es sinnvoll, wenn beide Firmen einen gemeinsamen An- und Auslieferstandort hätten. „Die Zulieferer fahren künftig eine Adresse an, und auch die Liefertouren zu den Kunden gestalten sich noch effizienter. Zudem könnten beide Betriebe schon aus Platzgründen nicht an ihren jetzigen Standorten verbleiben.

Die „Tagwerk Ökokiste“ aus Riem geht schon jetzt in der neuen „Isarland Ökokiste“ auf, die „Ökokiste Hofgut Letten“ folgt „aus verwaltungstechnischen Gründen“ erst im Herbst. Zu diesem Zeitpunkt ist auch der Umzug unter das gemeinsame Dach in Taufkirchen geplant. Kriterien für die Standortauswahl waren laut Geschäftsführer Christian Supenkämper eine möglichst gleiche Entfernung zu beiden bisherigen Firmensitzen und ein Anschluss ans Verkehrsnetz der MVG, so dass alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können. „Längere Anfahrtswege werden durch Fahrkostenzuschüsse kompensiert“, sagt Personalleiterin Stephanie Ortlieb. In Bad Heilbrunn arbeiten derzeit 25 Beschäftigte als Fahrer, Packer und im Büro. Taufkirchen liegt zudem im Herzen des gemeinsamen Liefergebiets, das München sowie nach Süden das Umland bis Garmisch-Partenkirchen und nach Osten bis Rosenheim umfasst.

Das Warensortiment bleibt identisch zu dem der bisherigen Ökokisten. „Nach der Zusammenlegung werden bestimmte Produkte flexibler verfügbar sein“, so Pressesprecherin Kern. „Das heißt, dass Vorbestellfristen teilweise verkürzt werden.“ Hauptlieferant für Salate, Kräuter und Fruchtgemüse bleiben dabei die Heilbrunner Betriebe „Beeren & Co.“ und die Gärtnerei Holzmann. Michael Holzmann hatte die „Ökokiste“ 1996 mit aus der Taufe gehoben und war bis 2015 Mitgesellschafter.

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