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In Bad Heilbrunn dürfen nur noch Einheimische heiraten

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Hochzeits-Tourismus in Bad Heilbrunn? Wird es künftig nicht mehr geben. Die Gemeinde verlagert die Aufgaben des Standesamts nach Bad Tölz. Für Einheimische gibt es allerdings noch eine Möglichkeit sich vor Ort zu trauen.

Bad Heilbrunn – Heiraten in Bad Heilbrunn ist beliebt. Rund 40 Paare im Jahr geben sich dort das Ja-Wort – im Rathaus oder in der historischen Park-Villa im benachbarten Adelheid-Park. Die meisten kommen aus München und Umgebung.

Dieses Kapitel endet nun: Künftig können sich nur noch Einheimische im Ort trauen lassen. Die Gemeinde überträgt die Aufgaben des Standesamts zum 1. August auf die Stadt Bad Tölz. Das beschloss der Gemeinderat am Dienstagabend. Die Gemeinde Wackersberg machte diesen Schritt bereits im Jahr 2009, die Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern-Bichl folgte 2011.

Der Tölzer Stadtrat hat dem Anliegen der Heilbrunner schon im Mai zugestimmt (wir berichteten). Die Gemeinde zahlt der Stadt nun 4500 Euro jährlich, damit sie sich um Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle kümmert. Dabei geht es vor allem um die Beurkundungen: Ein Standesamt bringe einen hohen Verwaltungsaufwand mit sich, sagte der Heilbrunner Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) in der Sitzung. „Gerade in Sachen Ausländerrecht gibt es da komplizierte Fragen.“ Außerdem gehe Standesbeamtin Helena Falter demnächst in Elternzeit. „Wir haben keine einzige Bewerbung für die Nachfolge bekommen“, sagte Gründl.

Der Bürgermeister selbst wird in Zukunft die Trauungen auf Wunsch übernehmen. Man werde auch Samstagstermine anbieten – „als Service für die heimische Bevölkerung. Aber 40 Trauungen im Jahr kann ich alleine nicht bewältigen.“ Die Paare aus München und Umgebung müssten sich deshalb künftig an die Stadt Bad Tölz wenden.

Drei Gemeinderäte waren gegen den Beschluss – darunter Friedrich Bauer (Freie Wähler). „Ich bedauere das sehr“, sagte er und verwies auf die Tourismus-Aktion „Heiraten in Bad Heilbrunn“. Man müsse an den Fremdenverkehr denken. „Und die Gastronomen haben sich auch über das Angebot gefreut“, so Bauer.

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