Die Bäume und Sträucher wurden auf dem Areal des Waldkindergartens gerodet. Dort entsteht das neue Feuerwehrhaus der Feuerwehr Mürnsee.
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Die Bäume und Sträucher wurden auf dem Areal des Waldkindergartens gerodet. Dort entsteht das neue Feuerwehrhaus der Feuerwehr Mürnsee.

Erster Schritt zum Feuerwehrhaus

In Mürnsee: Ärger um gefällte Bäume

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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In Mürnsee soll ein neues Feuerwehrhaus entstehen. Dafür mussten nun einige Bäume gefällt werden. Vom benachbarten Waldkindergarten kommt Kritik.

Bad Heilbrunn – Wie bereits im November beschlossen und angekündigt, wurden nun in Mürnsee die ersten Schritte für den Bau des neuen Feuerwehrhauses eingeleitet. Die Bäume auf dem bisherigen Areal des Waldkindergartens wurden gefällt. Dass einige Eltern mit dieser Entscheidung des Gemeinderats nicht glücklich waren, war im Vorfeld bekannt (wir berichteten). Nun ärgerte sich erneut ein Vater aus Benediktbeuern über die erfolgte Fällung. „Es war immer nur die Rede von zwei Linden und nicht, dass auch andere Bäume und Sträucher wegkommen“, sagt der Vater eines Kindergartenkinds, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Gründl: „Wie soll man ein Feuerwehrhaus um Bäume herum bauen?“

Insgesamt sind zwei Linden, ein Kletterbaum, ein Apfelbaum und zwei Fichten gefällt worden. Auf Anfrage sagt Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) dazu: „In der Öffentlichkeit waren die zwei Linden im Fokus, weil einige Eltern sich wegen der geplanten Fällung speziell dieser zwei Bäume aufgeregt haben.“ Er macht aber auch darauf aufmerksam, dass die Pläne für das gesamte Bauvorhaben im Rathaus auslagen und im Internet einzusehen waren. „Dass die anderen Bäume auch wegmüssen, ist doch klar. An der Stelle wird gebaut, wie soll man denn um die anderen Bäume drum herum ein Feuerwehrhaus bauen?“, merkt der Bürgermeister an.

Überlegungen für neuen Standort des Kindergartens

Der Vater des Kindergartenkinds hat aber noch mehr Kritikpunkte: „Uns ist nicht verständlich, warum einem der zwei Nutzer des Gemeindegeländes alle Möglichkeiten gegeben werden, während gleichzeitig dem anderen alles genommen wird.“ Gründl erklärt, es gebe bereits erste Überlegungen für einen nahe gelegenen neuen Standort für den Kindergarten. Zur Debatte stehe der Platz gegenüber des bisherigen Areals. „Dort, wo jetzt die Garagen der Feuerwehr stehen“, sagt er. Hier könne man einen passenden Platz gestalten „und dazu viele neue wunderschöne Bäume pflanzen“, versichert der Rathauschef. Alternativ habe er angeregt, dass sich der Kindergarten und die Eltern selbst umschauen und Vorschläge einbringen könnten, welche die Gemeinde dann prüft. „Bisher steht also noch nichts zu 100 Prozent fest, es gibt aber bereits Möglichkeiten, und ich unterstütze jederzeit gerne bei der Suche und bei Gesprächen mit Grundstücksbesitzern“, beruhigt Gründl.

Ein Teil der gefällten Bäume lag zuletzt noch auf dem Areal. Auch dies verärgert den Vater. „Zum Gruß hinterlässt man den Kindern die Überreste der Rodung als Zeichen, dass sie unerwünscht sind.“ Gründl jedoch betont, dass dies in Absprache mit dem Kindergarten erfolgt sei. Man habe einen Teil der gefällten Bäume hinterlassen, damit die Kinder dort noch klettern können und „die Bäume für sie erst mal nicht ganz aus der Welt sind“.

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