Sabine Maier, Pädagogische Geschäftsführerin Bad Heilbrunn
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Sabine Maier, Pädagogische Geschäftsführerin.

Raum für Nachwuchs im Pfarrheim – Sabine Maier übernimmt die Aufsicht

Heilbrunner Jugendliche haben wieder einen Treffpunkt

  • Patrick Staar
    vonPatrick Staar
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Grund zur Freude bei den Heilbrunner Jugendlichen: Sie haben einen Platz, an dem sie sich treffen können.

Bad Heilbrunn – Die Heilbrunner Jugendlichen wollten einen überdachten Treffpunkt – und nun haben sie ihn: Jeweils freitags dürfen sie für fünf Stunden das Heilbrunner Pfarrheim benutzen. Die Aufsicht übernimmt Sabine Maier, die fünf Jahre lang den Don-Bosco-Club in Benediktbeuern geleitet hat und beim Trägerverein als pädagogische Geschäftsführerin arbeitet: „Ich freue mich“, sagt die 30-Jährige. „Das ist eine schöne neue Herausforderung.“

Ein Jugendtreff in Heilbrunn ist keine wirklich neue Idee. Vor einigen Jahren gab es solch einen Raum schon einmal. Die Jugendlichen verwalteten ihn selbst, ein 18-Jähriger übernahm die Aufsicht. Doch die Jugendlichen wurden älter, nach und nach schlief das Projekt ein.

„Es geht um Betreuung mit pädagogischer Qualität“

Nun teilten die Jugendlichen dem Heilbrunner Streetworker Marcus Kolm mit, dass sie gerne wieder einen eigenen Raum hätten. Die Gruppe sammelte Ideen und wandte sich an Kilian Spindler, den Jugend-Beauftragten des Gemeinderats. Schnell kam als Treffpunkt das Pfarrheim ins Gespräch. Klar war auch: Ohne Betreuung geht es nicht. Und so war der Gedanke naheliegend, sich an den Trägerverein Kinder und Jugendarbeit Loisachtal zu wenden. Dort stießen die Heilbrunner auf offene Ohren. Maier hält es für sinnvoll, die Jugendarbeit in Bad Heilbrunn und Benediktbeuern zu koppeln: „Sonst müsste die Aufsichtsperson in Heilbrunn ohne Team und Anbindung arbeiten. Das wäre schade, wenn es schon einen Verein gibt, der genau für so etwas da ist.“ Nicht zuletzt ermöglicht der Verein Krankheits- und Urlaubsvertretungen. Maier betont: „Es geht nicht um reine Betreuung durch irgendjemand, sondern um Betreuung mit pädagogischer Qualität.“ Dass eine Gemeinde im ländlichen Raum bereit ist, eine Fachkraft zu bezahlen sei etwas „ganz Besonderes“.

Maier selbst kam das Angebot gelegen. Bis 2019 arbeitete sie 20 Stunden pro Woche für den Don-Bosco-Club, zuletzt nur noch fünf Stunden pro Woche für den Trägerverein. „Ich wollte eigentlich etwas, das zeitlich in der Mitte liegt, aber da gab es nichts“, sagt die 30-Jährige. Die fünf zusätzlichen Stunden passen perfekt in ihren Wochenplan.

Öffnungszeiten können je nach Bedarf angepasst werden

Nun ist alles im Fluss. Sobald es Corona zulässt, steht der Raum im Pfarrheim jeweils freitags von 17 bis 22 Uhr offen. „Es gibt aber immer die Möglichkeit, die Öffnungszeiten anzupassen, wenn der Bedarf sich ändert“, sagt Maier. Ziel sei zum einen Prävention und zum anderen, die Jugendlichen bei der Persönlichkeitsentwicklung und bei Konflikten zu beraten. Zudem könne bei Bedarf Kontakt zu den Eltern hergestellt werden, „natürlich parteiisch für die Jugendlichen“.

Ein weiteres Ziel sei die politische Jugendarbeit: „Es ist super, dass man die Bedürfnisse der Jugendlichen der Gemeinde näher bringen kann. Und dass man den Jugendlichen vermitteln kann, welche politischen Möglichkeiten sie haben. Es ist der Gemeinde wichtig, dass die Jugendlichen gehört werden.“

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