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Heilbrunns Kernprojekte 2022: Feuerwehr- und Ärztehaus

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Von: Felicitas Bogner

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Die Erneuerung der Bad Heilbrunner Ortsmitte steht für dieses Jahr ganz oben auf der Agenda.
Die Erneuerung der Bad Heilbrunner Ortsmitte steht für dieses Jahr ganz oben auf der Agenda. © arp/A

Vorschau 2022: Bad Heilbrunns Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) hat große Ziele im Visier. Vor das kommende Jahr stehen wegweisende Planungen für die Ortsmitte an.

Bad Heilbrunn – Das Jahr 2022 ist gerade angebrochen. Nach wie vor beherrscht die Pandemie das gesellschaftliche Leben. Dennoch müssen die Planungen einer Gemeinde fortlaufen, so auch in Bad Heilbrunn. Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) hat heuer große Ziele im Visier. Im Gespräch mit unserer Zeitung wirft er einen Blick auf die kommenden zwölf Monate und erklärt, was die Gemeinde alles in Angriff nehmen möchte.

Erneuerung der Ortsmitte: 2023 soll bereits gebaut werden

Ganz oben auf der Agenda steht das Herzstück der Gemeinde: die Ortsmitte. Die Pläne rund um eine Erneuerung sind schon seit ein paar Jahren von der Tagesordnung des Gemeinderats nicht mehr wegzudenken. Geht es hier heuer nun vorwärts? „Unser Ziel ist es, das Ärztehaus und die neue Kita nach vorne zu bringen“, sagt Gründl. Wie berichtet soll beides auf das Areal gegenüber dem Rathaus gebaut werden. Das Ärztehaus soll laut Gründl aus drei bis vier Arztpraxen und einer Apotheke bestehen. Vertreten sollen hier ein bis zwei Allgemeinmediziner, ein Zahnarzt und ein weiterer Facharzt sein.

„Aktuell haben wir die Ärzte aus dem Arbeitskreis angeschrieben und gebeten, ihren potenziellen Flächenbedarf für die jeweiligen Praxen mitzuteilen“, berichtet der Rathauschef. „Entsprechend den Rückmeldungen können wir dann weiterplanen und wissen, wie viel Platz die Ärzte benötigen.“ Dies sei das A und O, nicht zuletzt auch, um entscheiden zu können, ob im ersten Stock des Ärztehauses bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. „Wenn wir den genauen Flächenbedarf kennen und wissen, ob weiterer Platz frei ist, können die fixen Planungen entstehen“, meint Gründl. Hier Tempo zu machen, sei sein Ziel. Denn: „Wir wollen 2023 bauen.“

Bürgermeister Thomas Gründl hat für 2022 einiges auf der Agenda stehen.
Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) hat für 2022 einiges auf der Agenda stehen. © Archiv

Bei der ebenfalls für das Areal gegenüber dem Rathaus vorgesehenen neuen Kita steht bereits an diesem Montag ein weiterer Schritt auf der Agenda. Bekanntermaßen befindet sich das Projekt in einem Realisierungswettbewerb, in welchem eine Jury aus Fachrichtern und Gemeinderäten über die Vergabe des Projekts entscheiden. Im Rennen sind – nachdem die Unterlagen online zur Verfügung gestellt worden waren – aktuell 15 Planungsbüros. „Am Montag werden dem Preisgericht die ersten Pläne und Skizzen der Bewerber vorgestellt“, sagt Gründl. „Dann gilt es im Laufe des Jahres zu klären, wer final den Wettbewerb für sich entscheidet und mit welchen Zuschüssen wir rechnen können. Im Winter will ich mit dem Projekt in die Ausschreibung gehen“, berichtet Gründl über den Plan der Gemeinde. Zum jetzigen Zeitpunkt steht fest, dass der Träger der Kita die evangelische Kirche sein wird, und dass sie knapp 100 Kinder in fünf Gruppen aufnehmen soll.

Wirtschaftlichkeitsrechnung: Was kann die Gemeinde behalten?

Parallel laufe über das Jahr 2022 hinweg eine Wirtschaftlichkeitsrechnung für die Ortsmitte. „Das ist ein recht aufwendiges Verfahren, bei dem alle Kostenpunkte zusammengerechnet werden und man auf der Basis der Ergebnisse entscheiden wird, was von der Ortsmitte die Gemeinde im Eigenbesitz behalten kann, und was wir verkaufen müssen“, erklärt der Rathauschef.

Wie geht es beim Feuerwehrgerätehaus in Mürnsee im Laufenden Jahr weiter? „Aktuell arbeiten sämtliche Fachplaner gerade ihre Pläne aus – also beispielsweise bezüglich des Brandschutzes oder der Elektrik“, erklärt Gründl. „Noch im ersten Quartal sollen uns hier die Ergebnisse vorgelegt werden, damit wir dann schon bald in die Ausschreibung gehen können“, schildert Gründl den Plan. Auch hier nimmt er das Frühjahr 2023 für den Baubeginn ins Visier. Parallel dazu laufe die Suche nach einem neuen geeigneten Platz für den Waldkindergarten, der – wie berichtet – übergangsweise auf dem aktuellen Areal des neuen Feuerwehrgerätehauses untergebracht war.

Straußhaus: Abriss geht weiter

Auch geht es vorwärts bei den Abrissarbeiten des Straußhauses. „Die Abrissarbeiten haben vor zwei Monaten begonnen und sollen noch im Januar weitergehen, alles hat sich etwas gezogen, da das Gemäuer erst von Asbest befreit werden musste“, erklärt der Bürgermeister. Überdies gehe es erneut um den Lärmschutz am Kreisverkehr der Bundesstraße 472. Wie berichtet ist bei einigen direkten Anwohnern der Verkehrslärm ein Dauerthema. Das erste Gutachten sah aber keine Lärmschutznachbesserungen vor. Im weiteren Verlauf der Debatte wurde ein ergänzendes Gutachten beauftragt, welches laut Gründl nun auch vorliegt. „Jetzt muss mit dem Straßenbauamt auf Basis des neuen Gutachtens erneut diskutiert werden, ob und wenn ja welche Stellen man verbessern muss“, erklärt er. „Wann das soweit ist, liegt leider nicht in meiner Hand.“

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