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Zu klein: Einst als Investition für die Zukunft hochgelobt, ist der ne ue Kindergarten am Wörnerweg schon wieder zu klein. Über die Auslagerung einer zusätzlichen Gruppe wird laut nachgedacht.

Kindergarten Bad Heilbrunn:

Zu klein für die Kleinen

Der neue Kindergarten in Bad Heilbrunn ist schon wieder zu klein. Die Gemeinde denkt über die Auslagerung einer Gruppe nach.

Bad Heilbrunn – Die Gemeinde Bad Heilbrunn hat erst vor wenigen Jahren den neuen Kindergarten am Wörnerweg für vier Gruppen eröffnet und das als eine Investition für die Zukunft gefeiert. Doch jetzt wird es wahrscheinlich bald schon wieder zu eng, sodass an die Auslagerung einer zusätzlichen Gruppe eventuell in das Haus des Gastes oder in das Nebengebäude der Volksschule oder ein Anbau an den bestehenden Kindergarten laut nachgedacht wird.

Bei der Bürgerversammlung hatte die neue Leiterin Dietlind von Plettenberg schon von einer 100-prozentigen Belegung gesprochen. Im kommenden Herbst werden zwar 37 Kinder in die Grundschule überwechseln, denen aber 49 Neuanmeldungen gegenüberstehen. Bürgermeister Thomas Gründl hatte mit noch einer anderen Zahl aufgewartet, die wohl ein baldiges Umdenken notwendig machen wird. Denn seiner Aussage nach war 2016 das mit 43 neuen Erdenbürgern geburtenstärkste Jahr seit Langem, während es in den Jahren zuvor immer so um die 30 gewesen seien.

Dies war auch Thema bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, bei der es eigentlich nur um den Haushalt ging. Armin Wahner, ehrenamtlicher „Finanzminister“ des Kindergartens, wusste von rund 122 Kindern, die man jetzt schon betreue. Künftig wolle man möglichst nur noch Heilbrunner Kinder aufnehmen. Einstimmig beschlossen hat der Gemeinderat für das Kindergartenjahr 2017/2018, insgesamt 35 Krippenplätze für Kinder bis drei Jahren zur Verfügung zu stellen, wobei zwölf im eigenen Kindergarten, der Rest in anderen Gemeinden untergebracht werden. Ferner 120 Betreuungsplätze für die Regelkinder (drei bis sechs Jahre), darunter 50 Ganztagesbetreuungsplätze bis 16 Uhr, acht Integrationsplätze und zwei Hortplätze (bis 14 Jahre).

Weniger problematisch waren heuer die Beschlüsse über die Haushaltsrechnung 2016 und die künftige Haushaltsplanung für 2017. Obwohl für 2016 ein Defizit eingeplant war, zeigte der Jahresabschluss ein Plus von 2868 Euro, was Wahner als „besonders erfreulich“ bezeichnete. Grund hierfür war das geringere Personal. Die Gelder wandern in die Rücklage, die dann bei rund 90 000 Euro liegen wird.

Beim Haushalt 2017 wird erstmals die Millionengrenze überschritten. Wahner rechnet mit Einnahmen von 1,01 Millionen Euro, denen 1,05 Millionen Euro als Ausgaben gegenüberstehen werden. Die Unterdeckung würde demnach 54 900 Euro ausmachen. Allerdings weiß man, dass Wahner immer recht vorsichtig kalkuliert und die Endabrechnung meist positiver ausfällt.

Wolfgang Breitwieser

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