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Die Liste des CSU-Ortsverbands (vorne, ab 2. v. li.) mit Landratskandidat Anton Demmel (li.): Thomas Gründl, Silvia Abeltshauser, Josef Schwaller, Horst Kürzeder, Josef Rohrmoser, Josef Schröfl und Berta Soukup sowie (hi., v. li.) Dr. Tomas Schaal, Oliver Hanke, Vitus Niessen, Matthias Bromberger, Rosi Abeltshauser, Christoph Engel, Dr. Alexander Glockmann, Florian Lettner, Uwe Langheinrich und Ersatzkandidat Johann Schlickenrieder. 

Kandidaten vorgestellt

Kommunalwahl 2020: CSU will stärkste Kraft in Heilbrunn bleiben

Der CSU-Ortsverband Bad Heilbrunn scheint gut gerüstet für die Kommunalwahl im März 2020.

Bad Heilbrunn Bei der Aufstellungsversammlung im Haus am Park wurde die in intensiven internen Diskussionen vorab erarbeitete Listenreihung mit 16 Kandidaten per Blockabstimmung von den 36 anwesenden CSU-Mitgliedern mit hoher Zustimmung bedacht; lediglich zwei Stimmzettel waren abgeändert, einer war ungültig. Die Nominierung des amtierenden Bürgermeisters Thomas Gründl als Kandidat der CSU war ja bereits im April beschlossen worden.

Thomas Gründl nimmt Listenplatz 1 ein, die fünf amtierenden und erneut kandidierenden Gemeinderäte Josef Schwaller, Horst Kürzeder, Josef Schröfl, Berta Soukup und Dr. Tomas Schal belegen die Listenplätze 3, 4, 6, 7 und 8. Neben Gemeinderätin Soukup geht der Ortsverband mit zwei weiteren Frauen ins Rennen, wobei Silvia Abeltshauser auf Platz 2 und Rosi Abeltshauser auf Platz 12 gesetzt sind. Einen aussichtsreichen Listenplatz 5 bekam auch der JU-Kreisvorsitzende Josef Rohrmoser.

Thomas Gründl betonte, man habe sehr darauf geachtet, dass der Wahlvorschlag der CSU junge und erfahrene Leute sowie möglichst viele Berufsgruppen und Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven einbindet, die im Heilbrunner Gemeinwesen verwurzelt sind und die auch eine ausgewogene Ortsteil-Zugehörigkeit abbilden. „Hut ab und Respekt für diese Liste“, äußerte sich der CSU-Kreisvorsitzende und Wahlleiter Thomas Holz. Bei Kommunalwahlen würden zwar Persönlichkeiten gewählt, allerdings könne der Wähler bei der CSU darauf vertrauen, dass „der Kompass stimmt“.

Kommunalwahl 2020: Grüne in Heilbrunn wollen mehr Transparenz

Bei ihrer kurzen Vorstellung bezogen alle 16 Kandidatinnen und Kandidaten auch zu bestimmten Politikfeldern Stellung, die sie auf Arbeitskreis-Ebene im neu gewählten Gemeinderat beackern möchten. Dabei ging es um die Themen Finanzen, Ortsentwicklung, Wirtschaftsförderung, Klima, Familie, Gesundheit, Landwirtschaft, Tourismus, Feuerwehr und Vereine, bei denen die CSU das Gemeinwesen weiterentwickeln möchte. Das Motto der CSU: „Chancen ergreifen – gemeinsam für unser Bad Heilbrunn.“ Und so gab auch Thomas Gründl die Zielrichtung vor: „Unsere Gemeinde ist mit Entwicklungschancen gesegnet und in diesem Sinne wollen wir arbeiten.“ Damit wolle die CSU auch in Zukunft „die stärkste Kraft im Gemeinderat bleiben“.

Im Einzelnen möchte die CSU zum Beispiel Anreize dafür schaffen, dass Bad Heilbrunn als Hausarzt-Standort erhalten bleibt, weil es zunehmend schwierig sei, Nachfolger für eine Praxis zu finden. Weiterhin möchte man die Gemeinde fahrradgerechter gestalten, den Kindern eine gute Zukunft ermöglichen, mit guten Rahmenbedingungen die Schaffung von Wohnraum und die Niederlassung von Gewerbebetrieben erleichtern, mit einer mittelständischen Hotelansiedlung einen nachhaltigen Tourismus fördern und die Landwirtschaft unterstützen, die mit ihrer Arbeit das Bild der Flächengemeinde mit ihren 34 Ortsteilen prägt.

Ortsvorsitzender Josef Schwaller war eingangs sehr kritisch mit dem Bürgermeister-Kandidaten Konrad Specker (Freie Wähler) ins Gericht gegangen wegen dessen Äußerung „den Mief der Rathauspolitik zu vertreiben“. „Das ist ganz schlechter Stil, das tut einem weh“, betonte Schwaller und wunderte sich darüber, „denn alle wichtigen Beschlüsse im Gemeinderat haben wir einstimmig gefasst und Specker auch. Was passt ihm eigentlich nicht?“

Nach der Wahl und dem Fototermin stellte sich Anton Demmel dem Ortsverband vor, der für die CSU als Landratskandidat antritt. Er sagte: „Im Landratsamt hapert es gewaltig, die Abläufe müssen dort besser funktionieren und die Organisationsstruktur muss weiterentwickelt werden.“  (rbe)

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