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Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Bad Heilbrunn Konrad Specker mit Florian Streibl

Freie Wähler Bad Heilbrunn nominieren Specker 

Specker geht erneut ins Rathaus-Rennen

Freie Wähler in Bad Heilbrunn nominieren Konrad Specker als Bürgermeisterkandidaten für die Wahl 2020. Vor allem soziale Aspekte spielen eine Rolle in seinem Wahlkampf. 

Bad Heilbrunn – Angekündigt hat er seinen Kampf um den Einzug ins Bad Heilbrunner Rathaus bereits. Jetzt ist es offiziell: Konrad Specker (47) wird Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler für die Gemeinde Bad Heilbrunn.

Bei der Aufstellungsversammlung am Mittwochabend im Gasthaus Kronschnabl nominierte ihn der Ortsverband einstimmig als Bürgermeisterkandidaten. Alle zehn Wahlberechtigten gaben ihm ihre Stimme.

Versammlungsleiter des Abends war der Landtagsabgeordnete Florian Streibl (Freie Wähler), der eigens aus Oberammergau gekommen war, um die Wahl durchzuführen. Konrad Specker als Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in den Wahlkampf zu schicken, war ein gemeinsamer Vorschlag der Bundesvereinigung der Freien Wähler und der Freien Wähler Bad Heilbrunn. Auch der Ehrenvorsitzende der Freien Wähler Bad Heilbrunn Rolf Weitzmann hält Specker für einen geeigneten Kandidaten: „Wir haben viele Jahre schon politisch zusammengearbeitet, und man konnte immer merken, dass Konrad Specker Bad Heilbrunn sehr am Herzen liegt.“

Florian Streibl reiste aus Oberammergau an 

In seiner Ansprache riss Specker Ansätze seines Wahlprogramms an. Dabei betonte er, dass es ihm vor allem um eine stärkere Einbindung der Bürgerinteressen gehe. „Ich sehe das Amt des Bürgermeisters als Auftrag und nicht als Job.“ Sein oberstes Ziel sei es, das Vertrauen der Bürger in die Verwaltung zu stärken und mehr Transparenz zu schaffen.

Zur Ortsmitte sagte der zweifache Familienvater, er wolle bezahlbaren Wohnraum schaffen und parallel Platz für Freizeitmöglichkeiten gewähren. „Ich bin für eine lebens- und liebenswerte Ortsmitte“, so der 47-Jährige. Außerdem will er freie Flächen der Gemeinde für den Anbau von Streuobstwiesen umfunktionieren. Zusätzlich lies er verlauten: „Eine klimaneutrale Gemeinde ist für mich nicht nur ein Ziel, sondern ein absolutes Selbstverständnis.“ Konkrete Vorschläge nannte er nicht.

Specker will Infrastruktur verbessern 

Specker sieht auch in weiteren Bereichen Handlungsbedarf: „Es gibt die große Herausforderung, hier eine gesunde mittelständische Wirtschaft stark zu halten. Außerdem müssen wir an den Straßen und der Infrastruktur arbeiten.“ Hier stellt er sich konkret einen besseren und dichteren Ausbau der Anbindung an den ÖPNV vor. Weiter kündigte er an, sich für die Etablierung eines Kindergartenbusses einzusetzen.

Großen Zuspruch bekam er bei der Aufstellungsversammlung auch von Gemeinderat und Parteikollege Robert Riecker. Er betonte: „Wenn Konrad Specker nicht unser Bürgermeisterkandidat geworden wäre, würde ich nicht weiter im Gemeinderat aktiv sein wollen. Er ist einer der Wenigen, der unsere Vereine und ihre tragenden Funktionen im Ort noch wertschätzt.“

Specker entgegnete: „Ich freue mich über das große Vertrauen, dass mir meine Parteikollegen entgegen bringen.“ Dazu kündigte er an, im Falle seiner Wahl die Verantwortung in seinem Bäckerei-Unternehmen in andere Hände zu geben: „Ich habe in meiner Firma die Weichen für die Zukunft gestellt. Es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um erneut um das Amt des Bürgermeisters zu kämpfen.“

Specker tritt zum zweiten Mal gegen Thomas Gründl (CSU) an 

Specker ging bereits vor zwölf Jahren schon mal in den Wahlkampf, unterlag jedoch dem jetzigen Bürgermeister Thomas Gründl (CSU). Doch nun nimmt er die Herausforderung wieder gerne an. Mittlerweile sei er „an einigen Erfahrungen sowohl politisch als auch beruflich gewachsen“, so Konrad Specker. Seit 2008 gehört er dem Bezirkstag an, die vergangenen sechs Jahre war er im Kreistag aktiv und Vorsitzender der Kreisvereinigung der Freien Wähler Bad Tölz-Wolfratshausen.

(Felicitas Bogner) 

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