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Die Leonardis-Klinik wird auf den Einzug von Asylbewerbern vorbereitet.

Leonardis-Klinik

Termin für Einzug der Asylbewerber steht noch nicht fest

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Bad Heilbrunn - Die Leonardis-Klinik wird derzeit ertüchtigt. Wann die ersten Asylbewerber einziehen können, kann das Landratsamt zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Mit 38 Asylbewerbern, die derzeit in Bad Heilbrunn leben, erfüllt die Gemeinde ihre Quote nicht. Wie berichtet, hat der Eigentümer der ehemaligen Leonardis-Klinik das Gebäude als Unterkunft angeboten. In ihr können 80 bis 90 Asylbewerber wohnen. Laut Landratsamt wird das Gebäude noch ertüchtigt. Ein Termin für die Belegung steht bisher nicht fest.

Bürgermeister Thomas Gründl ist froh um die Möglichkeit der Unterbringung, wie er beim Spaziergang durch das Dorf erklärt. „Wir sind das Thema Asylbewerber sehr aktiv angegangen“, sagt er. Ihm sei von Anfang an wichtig gewesen, dass die Turnhalle frei bleibt.

Die Leonardis-Klinik hält Gründl für eine geeignete Unterkunft. „Sie liegt nicht unmittelbar im Ortszentrum“, so der Bürgermeister. Außerdem erachtet er es als positiv für die Bürger, dass ein Gartenzaun um das Gelände verläuft. Zudem biete es Freiflächen, die die Asylbewerber nutzen könnten, und die Schulungen könnten in dem Haus stattfinden.

Zusammen mit einzelnen Plätzen in Heilbrunn und Oberbuchen, die dem Landratsamt gemeldet sind, kommt die Gemeinde auf 150 Asylbewerber, die sie unterbringen könnte.

Laut der Gemeindequote von 3,07 Prozent müsste Heilbrunn aktuell 51 Flüchtlinge beherbergen. „Mit 150 Asylbewerbern haben wir unsere Kapazität absolut erreicht“, sagt der Bürgermeister. Er ist der Meinung, man müsse Menschen helfen, die Hilfe brauchen, allerdings müsse man auch ein Zeichen setzen, wenn man nicht mehr helfen kann. In der Diskussion stand auch das Sanatorium Strauß als Unterkunft. Das ist laut Gründl vom Tisch. „Wir haben die Quote erfüllt, es werden keine Objekte mehr angemietet.“

Die Integration von 150 Asylbewerbern sei eine Herausforderung. „Ich bitte die Bürger hier um Verständnis, ich stehe mit dem Rücken zur Wand. Wir haben eine Lösung gefunden, die einigermaßen passt. Ich hoffe, dass wir das miteinander tragen.“

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