Bauantrag eingereicht

Mehr Plätze fürs Heilbrunner Seniorenheim geplant

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Die Inhaberinnen des Seniorenheims „Zum Jaud“ in Bad Heilbrunn planen eine Erweiterung. Konkret wollen Christina Bohrer und Birgit Fischer einen Teil des Altbaus, der bisher noch nicht genutzt wurde, so ertüchtigen, dass er der Pflegeverordnung entspricht.

Bad Heilbrunn–  „Wir wollen damit mehr Bewohnerplätze schaffen“, sagt Bohrer. Die Inhaberinnen reichten nun einen entsprechenden Bauantrag bei der Gemeinde ein.

Der erste Teil des Gebäudes wurde im Jahr 2016 renoviert. Damals übernahmen Monika und Martina Lachmuth die Leitung des Heims und boten 44 Plätze an.

„Die Familie Lachmuth betreibt das Haus nun seit zwei Jahren und macht das wirklich hervorragend“, sagt Bohrer. Die damals nicht renovierten Gebäudeteile seien in den vergangenen Jahren ungenutzt geblieben. „Um diesen zweiten Teil des Gebäudes nun auch zu nutzen und zu renovieren, läuft das Baugenehmigungsverfahren bei der Gemeinde“, so Bohrer.

Die ungenutzten Teile des Altbaus müssten barrierefrei und rollstuhlgerecht umgebaut werden. „Jedes Zimmer braucht zudem eine Nasszelle“, sagt Bohrer. Auch Tür- und Fenstergriffe müssten für Rollstuhlfahrer erreichbar und dementsprechend niedrig montiert sein.

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Erteilt die Gemeinde die Genehmigung für die Renovierung, werden Bohrer und Fischer ihr Vorhaben zunächst ausschreiben und eine Kostenaufstellung machen. Ob die Erweiterung dann wirklich in Angriff genommen wird, ist aber noch nicht sicher. „Wir müssen schauen, ob es sich rechnet“, so Bohrer. Denn bisher hätten die Inhaberinnen in das Altenheim „sehr viel Geld hineingesteckt“, sagt Bohrer. „Und es ist gerade so auf Null rausgegangen.“

In der Gemeinde kommen die Pläne gut an

Sobald sie Rückmeldung zum Bauvorhaben von der Gemeinde habe, werde Bohrer mit Birgit Fischer entscheiden, ob sich eine Erweiterung und Renovierung des Heims lohnt. Falls die Entscheidung positiv ausfällt, werde sie im nächsten Jahr den Bau in Angriff nehmen. „Wobei man nicht weiß, wie schnell man Handwerker bekommt“, sagt Bohrer.

Im Gemeinderat kamen die Sanierungspläne gut an. „Dadurch kann mehr von dem Altbau genutzt werden“, sprach sich Bürgermeister Thomas Gründl für das Bauvorhaben aus. Er betonte zudem, dass man stolz sein könne, ein Seniorenheim dieser Qualität im Dorf zu haben. Baumaßnamen für die Barrierefreiheit, „kann man nur begrüßen“, so Gründl.

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Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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